Hilfe für Flüchtlinge in der Region und im Nahen Osten

Hilfe für Flüchtlinge in der Region und im Nahen Osten

Mitglieder der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte haben im Südosten der Türkei Hilfsgüter an Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak verteilt. Und auch für Asylbewerber in der Region gibt es ein neues Projekt: das Café Welcome im Bürgerhaus Trier-Nord.

Ein Blick auf die Grafik verrät: Bei den Projekten, die zum größten Teil bereits finanziert sind, hat es in den vergangenen Tagen keine Bewegung gegeben - gute Nachrichten gibt es aber dennoch: Knapp die Spitzengruppe verfehlt hat nach einem Zuwachs von 600 Euro das Projekt des Vereins Auryn, der Kinder psychisch kranker Eltern unterstützt. Mittlerweile ist der Bedarf für die Vereinsarbeit im Jahr 2015 zu 77 Prozent gedeckt, weitere Spenden sind unter der Projektnummer 19972 willkommen.

Wie angekündigt hat eine vierköpfige Delegation der Arbeitsgruppe Wittlich der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte unter Leitung von Katrin Bornmüller eine fünftägige Reise in den Nahen Osten unternommen, um Hilfsgüter vor Ort zu verteilen. Die Gruppe besuchte Flüchtlingslager im Südosten der Türkei und wurde von den Bürgermeistern der Städte Diyarbakir, Batman und Mardin empfangen. Geführt wurde die Gruppe von Muhiddin Boga aus Wittlich, IGFM-Mitglied und Vorsitzender der Ezidischen Gemeinde in Rheinland-Pfalz. Carmen Jondral-Schuler beschreibt ihre Eindrücke von der Lage so: "Es fehlt an allen Ecken und Enden. Gerade Sommerkleidung, Hygieneartikel, Spielsachen und Schulmittel sind Mangelware." Und dennoch betont sie: "Die Lager machen einen ordentlichen Eindruck. Es gibt Schulunterricht und medizinische Versorgung." Trotz finanzieller Engpässe leisteten "die Bürgermeister, die Leiter der Flüchtlingslager, die Sozialarbeiter und das Krankenpflegepersonal Großartiges" und seien "mit ganzem Herzen dabei".

Dem Psychologen Murat im Lager in Diyarbakir übergab die IGFM-Gruppe eine Therapiepuppe für die Arbeit mit traumatisierten Kindern. Sozialarbeiterinnen und jesidische Flüchtlinge berichteten von grausamen Details der Flucht. "Jeder kannte schreckliche Schicksale von Gemetzel, Vergewaltigung und Versklavung", erzählt Jondral-Schuler. Viele Flüchtlinge wollten daher in den Westen, um sich sicher zu fühlen. Bereits jetzt steht für die IGFM-Delegation fest: "Es war mit Sicherheit nicht die letzte Reise." Spenden für weitere Hilfstransporte sind unter der Projektnummer 28705 möglich.

Um Flüchtlinge geht es auch bei einem neuen Projekt des Bürgerhauses Trier-Nord: Jeweils dienstags von 17 bis 19 Uhr treffen sich dort ab sofort Asylbewerber aus der Trierer Aufnahmeeinrichtung mit Bürgern des Stadtteils im Café Welcome. Mit Spenden sollen Kaffee und Kuchen, aber auch Schulungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter finanziert werden. Die Projektnummer: 29469.

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