LEICHTATHLETIK: Viel Spaß in der Gruppe

LEICHTATHLETIK: Viel Spaß in der Gruppe

Von unserem Mitarbeiter HOLGER TEUSCH WITTLICH. Bei den westdeutschen Schülermeisterschaften in Kreuztal schaffte Steffen Plein eine kleine Sensation: Der 15-Jährige vom PSV Wengerohr holte mit Kreisrekord den Titel über 1000 Meter. Ludwig Beißel dreht in aller Ruhe seine Runden. Der Leichtathletik-Bezirksvorsitzende kann der Gruppe von jungen Mittelstrecklern ruhig den Rücken zudrehen. Die im Schnitt 15 Jahre alten Läufer spulen auch ohne die ständige Aufsicht des 69-Jährigen ihre Tempoläufe auf der Kunststoffbahn der Polizeischule in Wittlich-Wengerohr ab. Na gut: "Ab und zu ermahnt er uns zu traben, wenn wir gehen", gibt Steffen Plein zu. Der 15-Jährige ist das Zugpferd der Gruppe, zu der noch Thomas Geiter, Sebastian Tracht, Jannik Engel, Manuel Bloß und Martin Siebenborn gehören, die sich jede Woche um 18 Uhr zum Lauftraining trifft. "Alleine ist das Training hart, aber in der Gruppe haben wir immer Spaß", sagt Plein. So viel Spaß, dass der Schüler des Wittlicher Peter-Wust-Gymnasiums als erster Läufer des PSV Wengerohr westdeutscher Meister bei den 15-Jährigen wurde. In Kreuztal bei Siegen holte Plein über 1000 Meter den höchsten Titel, den ein Leichtathlet seines Alters in einer Einzeldisziplin erringen kann. Weil es zwei Zeitendläufe gab, wusste Plein zunächst nicht, ob er auch wirklich Schnellster war. "Im ersten Lauf hatte der Erste 2:43 Minuten. Bei der 200- und 400-Meter-Zwischenzeit waren wir langsamer", erklärt der hoch aufgeschossene Teenager. Erst als Freundin Julia Christen ihm bestätigte, dass sie eine Zeit unter 2:40 Minuten mitgestoppt hatte, "bin ich allen um den Hals gefallen und quer über den Platz zu Bernd Ruff gelaufen." Der 29 Jahre alte Sportlehrer Ruff und PSV-Leichtathletik-Abteilungsleiter Matthias Grüber sind neben Beißel die beiden anderen Meistermacher. "Ich laufe nicht nur", bringt Plein das Erfolgsrezept auf den Punkt. Montags und mittwochs steht bei Grüber und Ruff Schnelligkeits-, Koordinations- und Sprungkrafttraining auf dem Programm. Gerade die Schnelligkeit und Kraft garantierten ihm in Kreuztal den Sieg. Das Rennen mit dem starken Nachwuchs aus Nordrhein-Westfalen sei schon etwas anderes als die Rheinland- oder Landesmeisterschaften gewesen. Statt wie gewohnt von vorne weg zu laufen, musste Plein die Ellbogen einsetzen und aufpassen, im dicht gedrängten Feld nicht zu weit nach außen oder innen getrieben zu werden. "Wir hatten besprochen, dass ich nicht das Tempo mache. Bis 200 Meter vor Schluss lag ich an der dritter Position. Dann bin ich nach vorne", erklärt Plein die Taktik. Zunächst konnte niemand folgen, aber "auf den letzten 50 Metern bin ich eingegangen." Es wurde noch mal ganz knapp. Eine halbe Sekunde Vorsprung rettete Plein. Die Zeit von 2:38,58 Minuten bedeuten Kreisrekord für diese Altersklasse. Der mehrfache Rheinland-Pfalz-Meister Ulrich Kilburg (SV Wintrich) konnte mit 15 noch nicht mit solchen Zeiten aufwarten. Ein Grund also, abzuheben? Nicht für Steffen Plein. "Die Leistung muss ich erst mal bestätigen", sagt er. Vielleicht gelingt das schon am Wochenende. Auf Einladung des DLV besucht Plein die deutschen Meisterschaften in Braunschweig. Dort soll er auch 1000 Meter laufen. Außerdem wird er eines seiner Vorbilder sehen. "Die 800 Meter mit René Herms schaue ich mir an", hat Plein eine Strecke schon fest im Gedächtnis. Er kann träumen: Irgendwann mal selbst bei der "großen" DM mitlaufen.

Ludwig Beißel dreht in aller Ruhe seine Runden. Der Leichtathletik-Bezirksvorsitzende kann der Gruppe von jungen Mittelstrecklern ruhig den Rücken zudrehen. Die im Schnitt 15 Jahre alten Läufer spulen auch ohne die ständige Aufsicht des 69-Jährigen ihre Tempoläufe auf der Kunststoffbahn der Polizeischule in Wittlich-Wengerohr ab. Na gut: "Ab und zu ermahnt er uns zu traben, wenn wir gehen", gibt Steffen Plein zu. Der 15-Jährige ist das Zugpferd der Gruppe, zu der noch Thomas Geiter, Sebastian Tracht, Jannik Engel, Manuel Bloß und Martin Siebenborn gehören, die sich jede Woche um 18 Uhr zum Lauftraining trifft. "Alleine ist das Training hart, aber in der Gruppe haben wir immer Spaß", sagt Plein. So viel Spaß, dass der Schüler des Wittlicher Peter-Wust-Gymnasiums als erster Läufer des PSV Wengerohr westdeutscher Meister bei den 15-Jährigen wurde. In Kreuztal bei Siegen holte Plein über 1000 Meter den höchsten Titel, den ein Leichtathlet seines Alters in einer Einzeldisziplin erringen kann. Weil es zwei Zeitendläufe gab, wusste Plein zunächst nicht, ob er auch wirklich Schnellster war. "Im ersten Lauf hatte der Erste 2:43 Minuten. Bei der 200- und 400-Meter-Zwischenzeit waren wir langsamer", erklärt der hoch aufgeschossene Teenager. Erst als Freundin Julia Christen ihm bestätigte, dass sie eine Zeit unter 2:40 Minuten mitgestoppt hatte, "bin ich allen um den Hals gefallen und quer über den Platz zu Bernd Ruff gelaufen." Der 29 Jahre alte Sportlehrer Ruff und PSV-Leichtathletik-Abteilungsleiter Matthias Grüber sind neben Beißel die beiden anderen Meistermacher. "Ich laufe nicht nur", bringt Plein das Erfolgsrezept auf den Punkt. Montags und mittwochs steht bei Grüber und Ruff Schnelligkeits-, Koordinations- und Sprungkrafttraining auf dem Programm. Gerade die Schnelligkeit und Kraft garantierten ihm in Kreuztal den Sieg. Das Rennen mit dem starken Nachwuchs aus Nordrhein-Westfalen sei schon etwas anderes als die Rheinland- oder Landesmeisterschaften gewesen. Statt wie gewohnt von vorne weg zu laufen, musste Plein die Ellbogen einsetzen und aufpassen, im dicht gedrängten Feld nicht zu weit nach außen oder innen getrieben zu werden. "Wir hatten besprochen, dass ich nicht das Tempo mache. Bis 200 Meter vor Schluss lag ich an der dritter Position. Dann bin ich nach vorne", erklärt Plein die Taktik. Zunächst konnte niemand folgen, aber "auf den letzten 50 Metern bin ich eingegangen." Es wurde noch mal ganz knapp. Eine halbe Sekunde Vorsprung rettete Plein. Die Zeit von 2:38,58 Minuten bedeuten Kreisrekord für diese Altersklasse. Der mehrfache Rheinland-Pfalz-Meister Ulrich Kilburg (SV Wintrich) konnte mit 15 noch nicht mit solchen Zeiten aufwarten. Ein Grund also, abzuheben? Nicht für Steffen Plein. "Die Leistung muss ich erst mal bestätigen", sagt er. Vielleicht gelingt das schon am Wochenende. Auf Einladung des DLV besucht Plein die deutschen Meisterschaften in Braunschweig. Dort soll er auch 1000 Meter laufen. Außerdem wird er eines seiner Vorbilder sehen. "Die 800 Meter mit René Herms schaue ich mir an", hat Plein eine Strecke schon fest im Gedächtnis. Er kann träumen: Irgendwann mal selbst bei der "großen" DM mitlaufen.