Ortsvorsteherwahl : Drei Kandidaten treten in Wengerohr an

In Wittlichs Stadtteil wird am Sonntag der Ortsvorsteher neu gewählt – Hygieneregeln sind zu beachten.

In Wittlichs größtem und wirtschaftlich nicht unbedeutendem Stadtteil Wengerohr wird am Sonntag ein neuer Ortsvorsteher gewählt. Seit dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Joachim Platz am 30. August (unsere Zeitung berichtete) ist der Chefsessel in Wengerohr vakant. Platz leitete die Geschicke des größten und wirtschaftlich bedeutendsten Stadtteils der Säubrennerstadt mehr als sechs Jahre lang.

CDU-Kandidat Jan Salfer. Foto: privat

Doch am Sonntag, 29. November, ist es nun an der Zeit, die Stelle des Ortsvorstehers neu zu besetzen. Die Wahkabinen im Bürgerhaus Wengerohr sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. 

Michael Monzel, Angestellter (Einzelbewerber). Foto: privat

Kandidaten Drei Kandidaten haben ihren Hut in den Ring geworfen: Jan Salfer, Rechtsanwalt (Wahlvorschlag der CDU), Matthias Norbert Linden, Justizvollzugsbeamter (Einzelbewerber) und Michael Monzel, Angestellter (Einzelbewerber). Diese drei Vorschläge wurden von der Wahlkommission bereits zur Wahl zugelassen.

Matthias Linden, Justizvollzugsbeamter (Einzelbewerber). Foto: privat

Mit seinen 35 Jahren ist Salfer der jüngste Kandidat. Der junge CDU-Mann ist aber bereits seit Jahren im Wittlicher Stadtrat und anderen Gremien wie dem Bauausschuss  vertreten und deshalb in der Stadt kein Unbekannter. Seine beiden Mitbewerber sind lokalpolitsch dagegen bislang noch nicht in Erscheinung getreten, aber im Wengerohrer Vereinsleben sehr aktiv. Wie Matthias Norbert Linden (58) im Musikverein engagiert sich Michael Monzel (52) in der Freiwilligen Feuerwehr: In der Stadt und insbesondere im Stadtteil sind diese beiden Kandidaten also auch vielen Menschen bekannt. Demnach dürfte das am Sonntag eine spannende Wahl werden. Alle Wahlberechtigten sind aufgerufen von 8 bis 18 Uhr im Bürgerhaus ihre Stimme abzugeben. Die Briefwahl kann noch bis Freitag, 27. November, von 8.30  bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, telefonisch, 06571-170,  oder per E-Mail, wahlen@stadt.wittlich.de,  bei der Stadtverwaltung Wittlich beantragt werden. Bis 18 Uhr können dort auch  die Briefwahlunterlagen  abgeholt werden.

Das Wappen von Wengerohr. Foto: g_kollek <g_kollek@volksfreund.de>+SEP+g_kollek <g_kollek@volksfreund.de>

Hygiene Aufgrund der Cornapandemie hat die Stadt ein Hygienekonzept für die Ortsvorsterherwahl erarbeitet: Beim Zugang und während des Aufenthalts im Wahlraum gelten 1,5 Meter Mindestabstand und Maskenpflicht. Vor Betreten des Wahlraums sind die Hände zu desinfizieren. Desinfektionsspender finden die Wähler vor Ort. Die Bürger werden außerdem gebeten, ihren eigenen Kugelschreiber mitzubringen. Die Wahlkabinen werden nach der Stimmabgabe desinfiziert. Alle Räumlichkeiten sind laut  Hygienekonzept  ausreichend zu belüften. Weitere Informationen gibt es vor Ort.

Stichwahl Wenn keiner der drei Bewerber am Sonntag eine absolute Mehrheit und damit mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht, wird es am 13. Dezember eine Stichwahl geben. Offizieller Amtsantritt könnte dann schon kurz darauf sein, wie Stadtpressesprecher Rainer Stöckicht mitteilt, denn der Ortsvorsteher werde in öffentlicher Sitzung durch den Bürgermeister ernannt. Nach der Aushändigung der Ernennungsurkunde erfolge die Vereidigung und die Einführung ins Amt.  Die Ernennung und Amtseinführung sei abhängig vom Wahlverlauf und könnte beispielsweise am 15. Dezember in der Sitzung des Stadtrates erfolgen.

Wengerohr ist Wittlichs größter Stadtteil mit dem Bahnhof und einem hohen Anteil an Industriefläche, zudem befinden sich mehrere Polizeistandorte wie Bereitschaftspolizei, Polizeischule, SEK und MEK hier.