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Natur: Statt Weihnachtsgeschenken Bäume pflanzen

Natur : Statt Weihnachtsgeschenken Bäume pflanzen

Die elka-Holzwerke verzichten dieses Jahr bewusst auf die Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden und pflanzen stattdessen Bäume im heimischen Wald. Damit unterstützen sie den Gemeindeforst Morbach die Freiflächen wieder aufzuforsten, die durch den Befall der Bäume mit Borkenkäfer oder durch Windwurf entstanden sind.

„Der Wald steckt in einer Krise, das sehen wir bei unseren täglichen Arbeiten im Säge-/Spanplatten- und Naturholzplattenwerk und wenn wir uns die Wälder um unsere Produktionen herum ansehen“, erklärt die geschäftsführende Gesellschafterin Larissa Kuntz. Schon das dritte Jahr in Folge leidet der Wald landesweit unter Trockenstress. Die zu heißen, niederschlagsarmen Sommer gemeinsam mit den zu milden Wintern ohne Schnee haben dazu geführt, dass die Fichte als auch die Buche im Hunsrück auf großen Flächen abstirbt.

Die Pflanzarbeiten beginnen am 26. November, sodass schon in der Weihnachtszeit ein Ergebnis zu sehen sein wird. Auf den ehemaligen Fichtenflächen werden Baumarten gepflanzt, von denen die Forstwissenschaftler ausgehen, dass sie mit den steigenden Temperaturen besser zurechtkommen, als die Fichte. Dazu zählt zum Beispiel die Weißtanne und die Traubeneiche.

Allerdings benötigt das Nadelholzsägewerk elka auch in Zukunft einen adäquaten Ersatz für die Fichte, die in einigen Jahren wohl kaum noch in der Region vorkommen wird. „Das Holz der Laubbäume kann bisher einfach noch nicht so eingesetzt werden wie Nadelhölzer - wir brauchen sie als Konstruktionsvollholz“, erklärt Geschäftsführer Gerd-Michael Lersch. Deswegen werden auch Douglasien auf den Flächen gepflanzt. Mit dieser bunten Mischung sollen so knapp 2,5 Hektar zukunftsfähig gemacht werden.

Für den Gemeindeforst ist die Kooperation eine willkommene Unterstützung, denn mit dem Überangebot auf dem Holzmarkt ist in den vergangenen Jahren auch der Preis für das Holz gesunken und damit fehlt das Geld für die Aufforstung der Schadflächen. „Wir müssen jetzt schon an die Zukunft denken, denn die Bäume, die wir heute pflanzen, brauchen noch 80 Jahre, bis sie von den nachfolgenden Generationen genutzt werden können“, erläutert Revierleiter Guido Haag.