BAHN

Zur Stippvisite von Bahnchef Grube in Trier:

Zunächst hatte die Bahn vorgeschlagen, die beiden Fernzüge in den Nahverkehr zu integrieren und sie mit Bedeutung von Nahverkehrskarten auszustatten. Nach anfänglicher Zustimmung des Landes sei dieser Vorschlag später abgelehnt worden. Nicht verstehen kann ich dann allerdings ein Interview des früheren Oberbürgermeisters bei der Einstellung der Fernzüge, als er meinte, das wird der Bahn Probleme bereiten. Zwei meiner Leserbriefe beschäftigten sich mit dem Zustand des Hauptbahnhofs. Hier sprach mir Herr Grube aus der Seele, in dem er zustimmte, der Bahnhof sei keine Visitenkarte für die Stadt: "Immerhin habt ihr mal die Drecksäcke dahinten weggewischt." Dabei stellte sich heraus, dass es einen Bahnhofsmanager gibt. Nun frage ich mich, was er den ganzen Tag managt. Meines Erachtens müsste man ihm eine Dienstreise gewähren, um andere Bahnhöfe kennenzulernen. Jedenfalls hat der erfrischend informelle Besuch des Bahnchefs auch erfreulicherweise dazu beigetragen, dass die beiden Züge des Rheinland-Pfalz-Taktes, nämlich der aus Luxemburg kommende Teil des Zuges namens "Kiss" und der aus Saarbrücken kommende Teil mit dem Namen "Flirt", erfolgreich zusammengekoppelt werden konnten, was bisher häufig Schwierigkeiten machte. Walter Krug, Trier