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Leserbriefe
Unzumutbare Wartezeiten

Zum Leserbrief „Kahlschlag in der Notversorgung“ (TV vom 28. März) schreibt Edmund Bohr:

Was bei Plänen eines „Gemeinsamen Bundesausschusses“ herauskommen kann, besagt schon der letzte Teil des Namens. Hier wird noch mal deutlich, dass der wirtschaftliche Faktor immer wieder weit über dem Wohl und Nutzen der Menschen steht.

Neben einer qualitativ besseren Versorgung steht doch auch die allseits propagierte und reale Notwendigkeit einer zeitnahen und schnellen Versorgung von Notfallpatienten, die erheblich zum Erfolg einer Behandlung beiträgt und Folgeschäden reduzieren oder gar verhindern kann. Die entsprechende Einschätzung kann wohl jeder vor Ort tätige Notarzt leisten, dafür ist er ausgebildet und hat die Erfahrung. Zudem käme es sicher durch die Reduktion und Selektion der Krankenhäuser zu erwartenden Mehrbelastungen und neben den längeren Anfahrtszeiten auch noch zu längeren Wartezeiten.

Bei den derzeit schon unzumutbaren Wartezeiten in den Trierer Schwerpunktkrankenhäusern kann man sich dann wohl auf Übernachtungen einstellen. Für einen Patienten, der sich in einem Krankenwagen und entsprechender Notlage befindet, kann zudem jede Minute zu einer quälenden Zeiteinheit werden.

Aber in dieser Situation haben sich die Ausschussmitglieder wohl noch nie befunden. Sonst würden sie so etwas Realitätsfernes nicht planen.

Edmund Bohr, Baldringen