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Flüchtlinge sollen in Trier schneller registriert werden - Temporäre Afa-Nebenstelle für Bitburg geplant

FOTO: Rainer Neubert
Trier/Bitburg/Hermeskeil. Wegen des großen Andrangs von Flüchtlingen in der Region arbeitet die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion fieberhaft an festen Unterkünften. Zudem soll die Registrierung der Flüchtlinge schneller vonstatten gehen. Hierfür werden Mitarbeiter der ADD bereits geschult. Das bestätigte ADD-Präsidentin Dagmar Barzen im TV-Gespräch. Rainer Neubert

Die zeitliche Verzögerung bei der Registrierung der Flüchtlinge in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Trier soll wegfallen. "Innerhalb von 14 Tagen werden wir auch in den Außenstellen und Notunterkünften in Hermeskeil und Bitburg die persönlichen Daten der Menschen erfassen können", sagt ADD-Präsidentin Dagmar Barzen. Sechs bis zehn Mitarbeiter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) würden bereits geschult, um mit Laptops vor Ort die Daten in das bundesweite Registrierungsprogramm einpflegen zu können.

Derzeit können zentral in Trier täglich lediglich maximal 250 Menschen erfasst werden. Alleine am vergangenen Wochenende kamen 425 Flüchtlinge nach Rheinland-Pfalz, 354 davon nach Trier.

Mit 1750 Menschen ist die Afa-Haupteinrichtung in Trier-Nord derzeit bereits überbelegt. In der Nebenstelle in Trier-Euren sind 1400 Menschen untergebracht. 494 Asylbegehrende übernachten in Zelten in Hermeskeil (Kreis Trier-Saarburg). Zum 1. November sollen dort die festen Unterkünfte in ehemaligen Kasernengebäuden bezogen werden. Die Umbauarbeiten laufen auf Hochtouren.

Knapp 400 Migranten sind derzeit auf dem ehemaligen Flugplatz Bitburg in Zelten untergebracht. Dort wurden am Wochenende vorsorglich weitere Zelte für 150 Menschen aufgebaut. Etwa 100 Plätze sind noch nicht belegt.

Die ADD-Präsidentin bestätigte im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund erstmals auch offiziell, dass in Bitburg feste Unterkünfte für 500 Menschen angemietet werden sollen. "Wir sind fieberhaft dabei, eine temporäre Nebenstelle in festen Gebäuden einzurichten."

Die Registrierung der Menschen ist Voraussetzung für das Asylverfahren, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) organisiert wird. Eine Außenstelle befindet sich auch in Trier. "Deren Mitarbeiter sind angesichts der Menge der Anträge völlig überfordert", sagt ADD-Präsidentin Barzen, die heute gemeinsam mit Journalisten alle vier Einrichtungen in der Region bereist.

Bundesweit summiert sich die Zahl der unerledigten Asylverfahren derzeit auf 250.000.