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Die deutsche Elf bezaubert: Die Region feiert begeistert

Die deutsche Elf bezaubert: Die Region feiert begeistert

Deutschland-Rufe überall. Tausende Fans in der Region haben gemeinsam den Einzug der deutschen Mannschaft ins Halbfinale verfolgt. Nach dem Spiel schlängelten sich Autokorsos durch die Straßen von Trier, Wittlich, Bitburg, Konz und Saarburg. Laut Polizei lief das Fußballfest friedlich ab.

Trier. (pwr/woc) Weniger Fans als beim Achtelfinale gegen England waren am Samstag beim Spiel gegen Argentinien bei den großen Public-Viewing-Veranstaltungen in der Region unterwegs. Das lag wohl nicht nur an der fast unterträglichen Juli-Hitze, sondern auch an der Empfehlung des Deutschen Wetterdienstes, wegen der drohenden Gewittergefahr besser zu Hause zu bleiben. Tatsächlich sorgten Regen und Blitze in einigen wenigen Gemeinden der Region dafür, dass die Fernsehzuschauer wegen Stromausfällen Teile des grandiosen Spiels verpassten. Das ganz große Unwetter blieb aber aus.

In der gesamten Region verlief das Fußballfest zwar wild, aber friedlich: "Kein einziger Einsatz im Zusammenhang mit dem dem Fußballspiel", meldet Susanne Thommet von der Polizeiinspektion Hermeskeil. In Bitburg, wo sich allein auf dem Beda-Platz rund 1000 Zuschauer trafen, "blieb alles relativ ruhig", erklärt die Polizei. Ebenfalls "keine Auffälligkeiten" gab es laut Polizei in Wittlich. Und auch in Bernkastel-Kues, wo alleine in der Güterhalle rund 600 Fans das Spiel verfolgten, kam es nicht zu Zwischenfällen.

Auf dem Trierer Viehmarkt blickten nach Polizeiangaben rund 2500 Menschen auf die Riesenleinwand, im Lotto-Forum auf dem Petrisberg trafen sich 400 Zuschauer, in der Laola-Sportsbar in der Arnea Trier rund 800, in der Trierer Kunstakademie schauten 200 und im Großzelt des Romikulums rund 400 Zuschauer das Spiel. "Alles friedlich, keine Verletzten, keine besonderen Einsätze", meldet die Trierer Polizei.

Wie viele Fans insgesamt in der Region auf den Straßen feierten, lässt sich kaum schätzen. Aber: "Beim Spiel gegen Argentinien gab es zwar weniger Public-Viewing-Zuschauer als beim vorherigen Spiel gegen England - dafür aber mehr Teilnehmer an den Autokorsos", erläutert Hans Greif vom Polizeipräsidium Trier. Bei den Autokorsos sei es anfangs zwar heftig zugegangen, aber die motorisierten Polonäsen hätten sich dann auch schnell wieder aufgelöst. Auf dem Trierer Alleenring machten nach Angaben der Polizei rund 1500 Autos bei dem fahrenden Hupkonzert mit. Am Trierer Krahnenufer feierten mehrere Jungs ausgelassen mitten auf der Straße - und machten dabei Striptease bis auf die Unterwäsche. In Wittlich waren die Fans in rund 150 Autos unterwegs und in Bitburg waren es immerhin noch 100 Fahrzeuge, aus den Deutschlandfahnen wehten und "Deutschland, Deutschland"-Rufe schallten.