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HERIBERT WASCHBÜSCH ZU: MAUT-VERSCHIEBUNG

HERIBERT WASCHBÜSCH ZU: MAUT-VERSCHIEBUNG

Manfred Stolpe hat den Eiertanz um die Einführung der LKW-Maut zum 1. September endlich beendet. Leider hat er es unterlassen, schon früher auf die Bremse zu treten. Der Bundesverkehrsminister hat damit einer guten Sachen viel Schaden zugefügt.

Denn darüber, dass die Maut für Deutschland der richtige Weg ist, lässt sich nicht streiten. Mit der Osterweiterung der EU wird der Güterverkehr auf den deutschen Autobahnen massiv zunehmen. Experten rechnen bis 2015 mit einem Anstieg um 60 Prozent. Die kilometerabhängige Autobahnabgabe ist dabei eine gerechte Lastenverteilung. Wer viel fährt, nutzt die Straßen entsprechend ab und muss mehr zahlen als "Wenig-Fahrer". Das ist gerecht - für deutsche und ausländische Brummis. Auch, dass Stolpe die Maut zum 1. September einführt, aber erst vom 2. November an abkassiert, ist eine gute Entscheidung. Die technischen Mängel waren unübersehbar, der Protest der Spediteuere gerechtfertigt. Doch dass der SPD-Minister das Steuer so spät herumgerissen hat, war ein schlimmer Fahrfehler. Nun muss er schauen, dass er unbeschadet aus der Sackgasseherauskommt. h.waschbuesch@volksfreund.de