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Lamparski dementiert Pleitegerüchte

Lamparski dementiert Pleitegerüchte

Einem luxemburgischen Boulevardblatt zufolge sind Frank Lamparskis Autos gepfändet worden. Der Planer des Bitburg Airports spricht von einer Kampagne gegen seine Person. Die Finanzierung des Flughafens sei nicht gefährdet.

 Dieses Bild zeigt dem luxemburgischen Boulevardblatt Lëtzebuerg Privat zufolge, wie Frank Lamparskis Audi gepfändet wird. Foto: Lëtzebuerg Privat
Dieses Bild zeigt dem luxemburgischen Boulevardblatt Lëtzebuerg Privat zufolge, wie Frank Lamparskis Audi gepfändet wird. Foto: Lëtzebuerg Privat

Bitburg/Luxemburg. "Frank Lamparski - Porsche und Audi Q 7 beschlagnahmt" titelt ein luxemburgisches Boulevardblatt und wirft die Frage auf, ob der Entwickler des inzwischen politisch nicht mehr gewollten Bitburg Airports in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Nach wie vor plant Lamparski (Foto), den Bitburger Flugplatz mit Hunderten Millionen Euro Investorengeld in einen internationalen Flughafen zu verwandeln. Ein Vorhaben, das nicht zu dem passt, was Lëtzebuerg Privat berichtet: Vergangene Woche seien Lamparskis Porsche und sein Audi Q 7 gepfändet worden. Denn nach Informationen aus Bankkreisen habe der "gescheiterte Flughafen-Entwickler acht Monate keine Rate mehr für seine Flitzer gezahlt". Chefredakteur Heinz Kerp zufolge hatte ein Informant dafür gesorgt, dass die Zeitung Zeuge der Abschleppaktion wird.
Frank Lamparski bezeichnet die Berichterstattung als "unseriös und Teil einer Kampagne gegen meine Person, die ich nicht weiter kommentieren möchte". Richtig sei, dass die Geschäftsbeziehungen zwischen ihm und einer Luxemburger Bank aufgelöst wurden. "In diesem Zusammenhang wurden Kredit- und Leasingverträge gekündigt, die auch die beiden Fahrzeuge betreffen", teilt Lamparski auf TV-Anfrage mit. Genauer wird er nicht.
"Die Auflösung der Geschäftsbeziehung zwischen mir und der Bank gefährdet nicht die Finanzierung des Bitburg Airports und auch nicht den Verlustausgleich der Flugplatz GmbH", sagt Lamparski, der sich nicht zum ersten Mal gegen Gerüchte wehrt, die besagen, er sei pleite. Im Januar hatte sein heruntergekommen wirkender Firmensitz im luxemburgischen Mamer für Spekulationen gesorgt. Im TV-Interview erklärte er, dass ihm lediglich zur Renovierung der Fassade noch die Baugenehmigung fehle. Er habe schon fast zwei Millionen Euro in die Entwicklung des Flugplatzes gesteckt. Pleite sei er deswegen nicht, denn er beziehe Einkünfte aus Immobilien. Allerdings räumte er damals ein, dass für zwei seiner Firmen Steuerzahlungen und Sozialabgaben in Höhe von rund 100 000 Euro ausstanden, weshalb der luxemburgische Staat Zwangsinsolvenzverfahren eingeleitet habe. "Das sind Dinge, um die ich mich eher hätte kümmern müssen. Ich investiere allerdings all meine Zeit und Kraft in den Flugplatz", sagte Lamparski im Januar.
Zuletzt hatte die Flugplatz GmbH, an der Lamparski rund 40 Prozent der Anteile hält, einen Jahresverlust von rund 120 000 Euro gemacht. Lamparski muss mehr als die Hälfte davon tragen. Fast zwei Jahre Zeit hatten ihm die Stadt Bitburg und der Eifelkreis Bitburg-Prüm gegeben, um Investoren für sein Projekt zu finden. Ostern 2012 war das Ultimatum ergebnislos verstrichen. Inzwischen ist der Airport politisch nicht mehr gewollt. Dennoch hält Lamparski an seinen Plänen fest und kann als Hauptgesellschafter Alternativplanungen verhindern. Wie es weitergeht, weiß derzeit niemand. kah