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Preisvergleich: In Trier sind neue Eigentumswohnungen am teuersten

Preisvergleich: In Trier sind neue Eigentumswohnungen am teuersten

In der Region sind die Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. In Trier sind vor allem bestehende Eigenheime teurer geworden. Für neue Eigentumswohnungen liegen die Preise landesweit sogar an der Spitze.

Trier. Wer in der Region Trier eine Immobilie kauft, wird von Maklern in einen von drei Typen eingeteilt: den Pendler nach Luxemburg, den heimischen Eigentümer, der mit Blick auf den Lebensabend kauft, und den Kapitalanleger, den die guten Renditechancen von etwa fünf Prozent in der Trierer City locken. Und gerade der Profit aus Wohneigentum macht Hauskäufern das Leben schwer. So waren neue Eigentumswohnungen 2010 im Vergleich zum Vorjahr 16 Prozent teurer. Mit Quadratmeterpreisen ab 2500 Euro liegt Trier landesweit an der Spitze. Dies hat der größte rheinland-pfälzische Immobilienmakler, die LBS, ermittelt. "Wir hätten deutlich mehr verkaufen können, wenn wir mehr im Angebot gehabt hätten", sagt LBS-Geschäftsführer Thorsten Griebel. Dass Wohnen im Oberzentrum nach wie vor "in" ist, zeigen auch die übrigen Daten: Die Preise für neue Reihenhäuser sind um 18 Prozent gestiegen - auf bis zu 335 000 Euro. Ein Anstieg, der seinesgleichen im Land sucht. Auch freistehende Eigenheime haben zugelegt. Sie liegen mit 250 000 bis 420 000 Euro fast vier Prozent über den Vorjahreswerten.
Doch nicht nur Trier bietet seinen Bewohnern ein attraktives Umfeld. Gerade Bitburg und Wittlich sind als Mittelzentren "aus ihrem Dornröschenschlaf aufgewacht und wachsen. Immer mehr Menschen wollen dort wohnen", sagt der LBS-Immobilien-Experte. Beim Preisniveau rangiere etwa Wittlich mit bis zu 2600 Euro je Quadratmeter fast schon auf "Oberzentrums-Niveau", sagt Griebel. Dennoch sei die Nachfrage ungebrochen. Das zeigt auch die Zahl der Baugenehmigungen zwischen Kelberg im Norden und Kell am See im Süden: In Trier gibt es landesweit im Vergleich mit anderen Städten die meisten Baugenehmigungen je Einwohner.
Bei den Landkreisen belegen Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich die Plätze eins bis drei. Lediglich im Vulkaneifelkreis reicht der Baubestand aus. "Auffällig in der Region Trier ist nicht nur, dass die Preise anziehen. Auffällig ist auch, dass das Geld da ist und die Leute bereit sind, hohe Preise zu zahlen", sagt Griebel.