| 09:29 Uhr

Bau der Radwegbrücke noch nicht abgehakt

 An dieser Stelle sollte eine Radwegebrücke entstehen. Einen Zuschuss vom Land gibt es dafür allerdings offenbar nicht.
An dieser Stelle sollte eine Radwegebrücke entstehen. Einen Zuschuss vom Land gibt es dafür allerdings offenbar nicht. FOTO: Archiv/Hans Muth
Kell am See. Die Gemeinde Kell am See hat den umstrittenen Bau der Radwegbrücke über die L 143 noch nicht aufgegeben. Mit diesem Ergebnis endete am Donnerstagabend eine Dringlichkeitssitzung des Ortsgemeinderats.

Das Land hatte zuvor den Zuschussantrag für das voraussichtlich 150000 teure Projekt abgelehnt und dies damit begründet, dass die Brücke nicht notwendig sei und die vom Landesbetrieb Mobilität Trier vorgeschlagene Rampenlösung "grundsätzlich verkehrssicher" sei. Die CDU-Fraktion, die weiterhin für den Brückenbau "als in jeder Hinsicht bessere und sichere Lösung" kämpft (Dittmar Lauer), brachte gestern in den Gemeinderat den Antrag ein, dass sich nun der Kreis Trier-Saarburg dafür einsetzen soll, dass die Ausbaugemeinschaft des insgesamt 10,5 Millonen Euro teuren Ruwer-Hochwald-Radwegs (ihm gehören neben dem Kreis die Städte Trier und Hermeskeil, die Gemeinde Reinsfeld sowie die Verbandsgemeinden Kell und Ruwer an) die Trägerschaft und die Kosten für den Brückenbau übernimmt. Diesem Vorschlag stimmte auch die SPD-Opposition, die sich in der Vergangenheit gegen ein finanzielles Engagement der Kommune ausgesprochen hatte, zu : "Unser Standpunkt war immer, dass wir nicht grundsätzlich gegen die Brücke sind. Sie ist aber nicht die Baustelle der Ortsgemeinde Kell, sondern Aufgabe des Trägers des Gesamt-Radwegs", betonte deren Sprecher Edgar Thielen.