Der Kirche zuliebe

Nimshuscheid . (ttl) Werner Hau ist nicht nur Planer und Organisator. Er packt auch mit an, wenn es um die Neugestaltung der Filialkirche in Nimshuscheid geht.

Die Gründe seines Engagements liegen bei Werner Hau bar auf der Hand. Er will den Ortsmittelpunkt von Nimshuscheid, die Filialkirche mit den Schutzpatronen der Heiligen Brigitta und des Heiligen Franz von Asissi, erhalten. Das Geld dafür ist im Bistum Trier knapp. Also nimmt Hau einen Großteil der Arbeiten selbst in die Hand. Seit 2000 ist er dafür am Planen, Organisieren und am Werkeln. Viele der Arbeiten sind über Spenden finanziert. Als "erledigt" verbucht der Finanzbeamte die Erneuerung des Dachs einschließlich des Turms und des wetterweisenden Hahns. "Jetzt ist die Kirche wieder trocken", sagt der 53-Jährige. Die Holzgegenstände im Innenraum sind gerettet und Hau ist glücklich. Aber die Kirche hat schon so einiges auf dem Buckel. Bereits sein Vater hat sich für das Gotteshaus von Nimshuscheid ins Zeug gelegt. Und somit musste auch irgendwann an einen Altar gedacht werden. Äußerst kostengünstig ist Haus Plan: "Wir haben das Holz der alten Kommunionbank genommen und daraus einen Altar gezimmert." Auch die neuen Sandsteinstufen sind auf den kreativen Kopf zurückzuführen. Wenn er auch die Facharbeiten vom Schreiner, Zimmermann und Maurer anfertigen lässt, ist Hau immer irgendwo dazwischen, schaut nach dem Rechten und packt auch gerne tatkräftig mit an. Seit Neuestem hat die Kirche einen begehbaren Schrank. Damit hat der Pastor sein Plätzchen zum Umziehen erhalten. In diesem Jahr in Angriff nehmen würde Werner Hau auch gerne den Kirchen-Außenanstrich und die Erneuerung der Fensterscheiben. Momentan sieht man den umtriebigen Nimshuscheider auf den Flohmärkten der Region. Dort sucht er nach Schnäppchen für die Kirche: "Es gilt, im Stil der Kirche die passenden Stühle zu finden." Mit seinem Motto rückt er dann auch noch heraus: "Jedes Dörfchen muss sein Kreuz haben."

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