Devise: Ruhe bewahren

SCHÖNECKEN. (kth) Die Neuwahl des Obermeisters und die Ehrung langjähriger Mitglieder standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Schönecker Handwerkervereins St. Joseph.

Mit einem Glockenschlag und dem traditionellen Spruch "Gott segne das ehrbare Handwerk" eröffnete Obermeister Alois Koch im Vereinslokal Wallerius die Jahreshauptversammlung der Schönecker Handwerker. Koch, der für die anstehende Obermeister-Neuwahl nicht mehr kandidierte, trug seinen letzten Vereinsrückblick vor. "Obwohl es für die Handwerker viele Probleme gibt, ist verhaltener Optimismus angebracht", sagte der 73-jährige Schreinermeister, der seit 15 Jahren an der Spitze des Traditionsvereins steht und Zeichen gesetzt hat. Mit Problemen meinte er Entscheidungen der Politik und die teils zögerlichen Reaktionen der Handwerkskammern, wozu auch die teilweise Abschaffung der Meisterbriefe gehöre. Den Schönecker Handwerkern und Betrieben empfahl Koch, sich allen "Neuerungen und Herausforderungen zu stellen" und vor allem "Ruhe zu bewahren". Oberstes Ziel müsse aber sein, Kosten deckend zu arbeiten. Über den Verlauf des Vereinsjahrs informierte Schriftführer Norbert Göbel. Schwerpunkte waren das Patronatsfest, der Vereinsausflug, die Beteiligung am Kapellenfest, die Mitgestaltung der Schönecker Kirmes und des Rosenmontagszugs sowie Arbeiten im Alten Amt, wo auch das Handwerkermuseum untergebracht ist. Mit einem Geschenk wurde Schreiner Peter Scho geehrt, der bereits 50 Jahre im Handwerkerverein aktiv ist. Und Beifall gab es für Peter Floss und Gerd Steinbach für 25 Jahre Vereinstreue. Friseurmeister Rudolf Schmidt - kein Unbekannter im Schönecker Vereinsleben - ist neuer Obermeister des Handwerkervereins. Als erste Amtshandlung ernannte er Alois Koch zum Ehrenobermeister des Vereins.

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