Umgestaltung der Bitburger Plätze - Ein Konzept für neue Parkplätze muss her

Kehrtwende nach der Kehrtwende : Umgestaltung der Bitburger Plätze - Ein Konzept für neue Parkplätze muss her

Die Umgestaltung der Bitburger Plätze geht weiter wie geplant. Bis Mitte April soll die Verwaltung aber ein Konzept für neue Parkplätze vorlegen. Darauf haben sich CDU, FBL und Liste Streit mit Bürgermeister Kandels geeinigt.

Die Bitburger mögen es nicht, wenn man ihre Parkplätze anpackt. Das stellte sich bereits 2017 bei einer Ideensammlung der Stadtverwaltung heraus. Die 500 Teilnehmer, das ergab damals die Auswertung, konnten sich zwar für neue Grünanlagen, Bänke und eine Hervorhebung der Stadtmauern begeistern. Aber nur, wenn diese keine Stellflächen, etwa „Am Markt“ oder „Am Grünen See“, kosten.

Genau dort drohen nun aber doch einige wegzufallen. Im Januar beschloss der Bitburger Stadtrat, die „Flankierenden Plätze“ gemäß des Entwurfes eines Architekturbüros umzugestalten. Der Preis: rund 40 Parkplätze. Im Sommer soll es nahe der Konrad-Adenauer-Anlage losgehen, 2020 gegenüber der Stadthalle.

Kein Wunder also, dass Bürger, Händler und Gewerbeverein da Alarm schlugen. Und auch bei der Brauerei, dem größten Anlieger der Plätze, ist man verärgert, weil die Stadt das Unternehmen nicht in die Planung miteinbezogen hatte.

  Die Folge: Die Vorsitzenden von drei Stadtratsfraktionen ruderten zurück und forderten die Verwaltung auf, die Projekte und die Ausschreibung zu stoppen, bis eine Lösung gefunden sei (der TV berichtete).

Bei einem Gespräch mit dem Bürgermeister konnten CDU, FBL und Liste Streit sich diese Woche nun aber doch einigen. Die Submission der Ausschreibung wurde nicht gestoppt, sondern erfolgte wie geplant am Aschermittwoch. Ende März wird der Auftrag für den Platz „Am Markt“ dann vergeben. Danach sollen die Bauarbeiten bald beginnen. Also alles wie gehabt? Nicht ganz.

Erreicht haben Michael Ludwig (CDU), Willi Notte (Liste Streit) und Manfred Böttel (FBL) aus ihrer Sicht trotzdem etwas: Bürgermeister Joachim Kandels hat angekündigt, dass seine Verwaltung bis zur übernächsten Stadtratssitzung im April ein Konzept erarbeiten werde. Dort soll drinstehen, wie und wo man möglichst viele Parkplätze, wenn nicht sogar alle, rund um die Innenstadt erhalten kann.

Konkretes zu den Plänen kann Stadtsprecher Werner Krämer auf TV-Anfrage nicht sagen. Noch gibt es ja kein Konzept. Es darf aber spekuliert werden, dass sowohl am „Grünen See“ als auch „Am Markt“ mehr Stellplätze erhalten bleiben sollen, als ursprünglich geplant. Und, dass die Planer rund um die Fußgängerzone noch weitere geeignete Flächen ausfindig machen wollen. Im Gespräch ist hier, dem Vernehmen nach, das seit Jahren brachliegende Gelände, auf dem einst das Autohaus Müller und Flegel beheimatet war.

„Ich denke, wir können beruhigt sein“, sagt Michael Ludwig nach dem Gespräch. Er sei nun guter Dinge, dass das Parkplatzproblem gelöst werde und die ganze Chose die Bauarbeiten höchstens um ein paar Wochen verzögern werde. Spätestens im April rechnet er mit konkreten Vorschlägen der Stadt. Diese hatten seine Fraktion, aber auch alle anderen, die dem Ratsbeschluss zustimmten, bereits im Januar eingefordert.

Daran erinnert auch Manfred Böttel: „Wir hätten uns bereits Anfang des Jahres gewünscht, dass diese Fragen geklärt werden.“ Nun glaube er aber, „dass die Stadt das hinbekommt“.

Willi Notte (Liste Streit) äußert sich nicht ganz so zuversichtlich. Dass die Verwaltung sich nun bemühe, Ausgleichsflächen für die Stellplätze zu finden, die verloren gehen, sieht er zwar „erstmal positiv“: „Das nimmt vorerst Druck aus dem Kessel.“

Trotzdem brauche Bitburg „eine große Lösung“. Er meint damit die rund 300 Parkplätze, die seiner Schätzung nach durch die geplante Bit-Galerie und die Umgestaltung des Bedaplatzes wegfallen werden.

Mehr von Volksfreund