Soziales : Eine Nonne, 100 Kinder, 6000 Euro

Wer ein Faible für Zahlen hat, lieber über sie als über Menschen redet, gilt als Zahlenmensch. Wer lieber über Menschen redet als über Zahlen, als Gefühlstyp. Nullkommanichts ist man mit solchen Äußerungen, jemand, der in Schubladen denkt.

Zurecht, zwischen Zahlenmensch und Gefühltstyp tummelt sich unendlich viel. 

Auf unserem Online-Hilfeportal (www.volksfreund.de/meinehilfe) ist für alle etwas dabei: Texte erzählen, wofür sich regionale gemeinnützige Vereine einsetzen, Zahlen, zeigen wie Spendenaktionen vorankommen.

Der Verein Panuves Wittlich hat schon neun Mal hundert Prozent erreicht. Hinter diesem nackten Fakt steckt, das Schwester Rosario für Tausende von Euro Brot, Gemüse und Milch kaufen konnte, damit ihre Kinder satt werden. Denn im Heim Carlos de Villegas im bolivianischen La Paz sorgt sich die katholische Nonne um mehr als 100 Jungen und Mädchen, darunter viele Babys. Der gemeinsame Nenner aller Kinder: Ihre Eltern können sich nicht um sie kümmern. Ganz allein muss Schwester Rosario diese Mammutaufgabe nicht stemmen: Mitschwestern helfen und der Verein aus Wittlich, Susanne Teusch und weitere 61 Mitglieder, seit 17 Jahren.

Während der Pandemie ist die Not in Bolivien größer geworden, die Zahlen auf den Preisschildern für Lebensmittel und Babynahrung auch. Das frisst an der Haushaltskasse des Heims, die sich nur durch Spenden füllt. Über das „Meine Hilfe zählt“- Projekt „Hilfe für ein Kinderheim in Bolivien“ versucht der Wittlicher Verein noch einmal 6000 Euro zu sammeln. Gerd W. hat 50 Euro gespendet, Christina B. 150, Katharina S. 400, TV-Leser Paul Pissang 975 und er schreibt: „Alles Gute den Kindern und Betreuern.“