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Unsere Meinung zu den wachsenden Leerständen in Bitburgs Innenstadt

Kommentar : Jetzt muss was passieren

Die Situation lässt sich nicht mehr schönreden. In Bitburgs Fußgängerzone stehen mehr und mehr Läden leer. War es in der Vergangenheit eher die Ausnahme, dass auch Ladenlokale in der Hauptflaniermeile betroffen sind, ist es das inzwischen leider nicht mehr.

Und all die maroden Gebäude, die die Stadt in ihrer Leerstandsanalyse nicht mitgezählt hat, weil sie als unvermarktbar im derzeitigen Zustand eingestuft werden, prägen dennoch das Stadtbild.

Sie müssen also auch mitgezählt werden. Und dann sieht es mit der Leerstandsbilanz recht bitter aus. Es muss jetzt was passieren. Vor allem in den Köpfen der Kunden, die letztendlich mit ihrem Kaufverhalten darüber entscheiden, was Bestand hat und was nicht.

Dieser Verantwortung sollte sich jeder bewusst sein. Und was kann die Politik tun? Zunächst mal: sich der Situation stellen. Genau das passiert gerade, was gut ist. Und dann? Ideen sammeln, den Dialog anstoßen, Rahmenbedingungen schaffen.

Ein Großparkplatz im Norden der Stadt wäre ein Gewinn – etwa beim Amtsgericht, das den Umzug plant. Genauso wichtig wäre es aber, wenn Investoren im Stadtrat künftig mit weniger Argwohn und mehr wohlwollendem Interesse begrüßt werden. Denn am Ende lebt diese Stadt auch davon, dass Menschen bereit sind, hier ihr Geld zu investieren.

d.dettmer@volksfreund.de