Wohin die CDU steuert

Zum Bericht "Es geht nur um Emotionen" (TV vom 17. Juli):

In diesem Artikel haben sich die fünf Vorsitzenden der CDU-Gemeindeverbände des Vulkaneifelkreises geäußert. Die CDU-Gemeindeverbände (GV) stellen folgende abstimmungsberechtigten Kreistagsmitglieder: GV Daun acht, GV Gerolstein fünf, GV Hillesheim vier, GV Obere Kyll drei, GV Kelberg zwei.

Für den CDU-GV Daun hat Markus Engel im TV-Interview richtig die Meinung der CDU-Mitglieder vertreten, die mit überwältigender Mehrheit die Empfehlung aussprachen, der KSK-Fusion zum jetzigen Zeitpunkt nicht zuzustimmen.

Klaus Schildgen (GTV Gerolstein) zeigt für die Kommunalwahl 2009 Optimismus und hofft: "Vielleicht verpufft die Diskussion ja bis dahin." Ich schließe daraus, dass deshalb die KSK-Fusion schnell durchgepeitscht werden soll in der Hoffnung, dass der Wähler schnell vergisst. Walter Schmitt vom CDU-GV Obere Kyll sieht aus meiner Sicht die Realität richtiger, wenn er meint: "Es wird verdammt schwierig werden, die CDU wieder auf eine gute Schiene zu bringen." Hans Jakob Meyer verkündet, sein Gemeindeverband stehe "geschlossen hinter der Fusion". Hierbei frage ich mich: Warum hat sich ein Kreistagsmitglied aus seinem GV bei der Abstimmung enthalten? Heinrich Braun vom CDU-GV Kelberg spricht schon in der Vergangenheit: "Nachdem der Erhalt der Filialdirektionen gesichert war…". Ich frage mich: War zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass die CDU-Kreistagsfraktion der Fusion zustimmen wird? Markus Engel sei Dank, dass er im Interview die Meinung des größten Gemeindeverbands offen vertreten hat. Am nächsten Montag wird sich bei der Kreistagssitzung zeigen, wohin die CDU im Kreis steuert.

Helmut Trapp, Gillenfeld

SPARKASSEN-FUSION