Votum zum Nationalpark bis zum Sommer

Votum zum Nationalpark bis zum Sommer

Landrat Matthias Schneider aus Birkenfeld erwartet deutliche Mehrheiten bei den Abstimmungen über den geplanten Nationalpark. Noch vor den Sommerferien könnte das abschließende Votum vorliegen.

Birkenfeld. Der Birkenfelder Landrat Matthias Schneider hofft, dass der Entscheidungsprozess zum Nationalpark in den nächsten Monaten abgeschlossen werden kann und vielleicht noch vor den Sommerferien das abschließende Votum aus der Region vorliegt. Danach könnte das Land die Verordnung für den Nationalpark auf den Weg bringen, betont der Landrat in seinem Ausblick auf 2013.
Abgestimmt wird auf drei Ebenen: in den Räten der betroffenen Ortsgemeinden, in den Verbandsgemeinderäten und im Kreistag. Schneider geht davon aus, dass jeweils eine satte Mehrheit zustande kommt. Er sieht dabei aber auch das Umweltministerium gefordert, das vor Ort noch mehr Überzeugungsarbeit leisten müsse.
Mitte oder Ende März soll in Mainz das im Dezember auf dem Umwelt-Campus vorgestellte Eckpunktepapier übergeben werden, das bis dahin noch nachgebessert werden kann. Landrat Schneider vertraut auf die Zusage des Landes, dass Fördermittel gezielt auf die Nationalpark-Region konzentriert werden.
Vorbereitend setzen sich demnächst die Wirtschaftsförderer der berührten Landkreise zusammen. Ziel ist es, mit dem Geld aus den Fördertöpfen eine möglichst effektive regionale Wertschöpfung zu erreichen. Zu den dringlichsten "Baustellen" des Kreises gehört laut Schneider - auch mit Blick auf Nationalpark und Tourismus - der Naheradweg: "Wir brauchen eine Lösung für die Nahe-Überquerung bei Hammerstein und Enzweiler", konstatiert der seit nunmehr zwei Jahren als Landrat amtierende Christdemokrat. Der Kreis sei dabei in seiner Entscheidung nicht frei, sondern gezwungen, diese Lücke beim Radweg zu schließen: "Sonst müssen wir bereits erhaltene Landeszuschüsse für dessen Ausbau zurückzahlen." So bleibe jetzt nur, sich bei einem vorgegebenen Kostenrahmen von 200 000 Euro für eine der verschiedenen möglichen Brückenvarianten zu entscheiden. Wobei eine Ziehbrücke für Schneider die "Minimallösung" ist. kuk