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Die älteste und sinnlichste Kunstform

Die älteste und sinnlichste Kunstform

Unter dem Titel "InterTanzional, Ein Fest der Sinne" richtet der Verein Tufa Tanz ein Tanzfestival der Großregion mit Künstlern aus Deutschland, Luxemburg und Frankreich aus. Von Juni bis September gibt es in der Tufa ein umfangreiches Programm mit zahlreichen Aufführungen und Workshops für alle Generationen.

Trier. Der Verein Tufa Tanz hat sich im Laufe seiner 26 Jahre mit zahlreichen Projekten, die Laien und Profis, Jugendliche und Erwachsene, Menschen mit und ohne Behinderung einbinden, zu einer Instanz für zeitgenössischen Tanz in der Großregion entwickelt. Diesen Kurs führt er nun mit der Ausrichtung des Festivals "InterTanzional" fort.
"Wir wollen mit der ältesten, intuitivsten und sinnlichsten Kunstform Tanz Klammern bilden um vermeintliche Gegensätze, wollen mit ihr Grenzen überwinden", erklärt die Vereinsvorsitzende Monika Wagener-Wender das Vorhaben. Gemeint sind Trennlinien zwischen Profi- und Laientum, zwischen körperlicher Eingeschränktheit und Unversehrtheit wie auch zwischen Nationalitäten. Entsprechend vielseitig ist das von Monika Wagener-Wender und Hannah Ma koordinierte Programm. Es umfasst von Tufa Tanz vor Ort initiierte und in Kooperation mit Institutionen und Künstlern der Großregion entwickelte Projekte.
Am Sonntag, 15. Juni, gastiert die luxemburgische Produktion der aus Indien und Italien stammenden Musiker und Choreographen Rajivan Ayyappan und Emanuela Iacopini, Jungala in der Tufa. Das poetische Märchen für Kinder um einen Baum in der Wüste verbindet zeitgenössischen Tanz, Livemusik und multimediale Effekte. Im Vorfeld werden öffentliche Proben für Schüler in französischer Sprache angeboten.
Nicht in der Tufa, sondern im Trinitaire Metz treffen sich am Donnerstag, 3. Juli, Hannah Ma (Trier), Anu Sistonen (Luxemburg) und Corps in Situ (Metz) zu einer zeitgenössischen Tanzgala der Großregion.
Das Ensemble BewegGrund Trier führt am Samstag, 5. Juli, die Performance "Instücken" aus Kurzszenen vorangegangener Erfolgpoduktionen wie "Sea Ya!" oder "Dorf Intl" auf. Die aus rund 25 Mitgliedern bestehende Gruppe führt über die Danceability-Methode Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen.
Mit "Tanz der Tiere" von und für Kinder präsentiert sich am Sonntag, 6. Juli, das Ergebnis einer auf vier Jahre angelegten tanzpädagogischen Arbeit an der St. Matthias Grundschule in Trier. Wöchentlich schulen dort unter anderem die ehemaligen Stadttheater-Tänzer Reveriano Camil und Hannah Ma das oft verkümmerte Bewegungsvermögen der Kinder.
Junge Nachwuchs-Choreographen aus der Großregion und ihren Tanz am Puls der Zeit gibt es am Freitag, 11., und Samstag, 12. Juli, in einer Kooperation von Hannah Ma und dem luxemburgischen Trois C-L in der Tufa zu erleben. Auch dazu werden öffentliche Proben für Schüler in französischer Sprache angeboten.
Am Donnerstag, 17., und Freitag, 18. Juli, zeigen Reveriano Camil und junge Choreographen "Yo siento - tu sientes (ich fühle - du fühlst), Tanzszenen, in denen jeder Tänzer ein Gefühl wie Angst oder Freude interpretiert.
Das Festival endet mit "Perelin, der Nachtwald - Ein Pfad der Sinne" vom 26. bis 28. September. Im großen Saal der Tufa wird eine begehbare Installation als Schauplatz für Performances aller Kunstsparten errichtet, die die Sinne stimulieren soll.
Nach dem Motto: "Nicht nur konsumieren, auch mitmachen", gibt es zusätzlich zu den Aufführungen eine am 7. Juni beginnende samstägliche Workshopreihe. Sie richtet sich an Erwachsene, die über Tanz und Entspannungstechniken zu ausgeglichener Körper-Geist-Balance finden und an Kinder, die beweglich und "auf Zack" sein wollen. Hannah Ma bietet Jugendlichen ab zehn Jahren einen Tanz-Workshop zu Igor Strawinskys Feuervogel an, dessen Ergebnis im Rahmen von "Perelin, der Nachtwald" gezeigt werden soll.
Das vollständige Programm und Informationen zu Tickets und Anmeldungen gibt es unter www.tufatanz.com