Fleiß und Motivation zahlen sich aus

Fleiß und Motivation zahlen sich aus

Klassische Musik auf dem absteigenden Ast? Definitiv nicht. Das zeigten die Nachwuchstalente beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert. Mit Spielfreude und Können überzeugten sie Jury und Zuschauer und demonstrierten, warum es sich lohnt, ein Instrument zu lernen.

Trier. Gespannte Stille im Kammermusiksaal der Karl-Berg-Musikschule in Trier. Julian Dockendorf setzt sich an den Flügel und rückt den Klavierhocker zurecht. Kurz schließt er die Augen, konzentriert sich. Dann beginnt er mit dem Allegro con brio aus Ludwig van Beethovens Sonate c-Moll.Julian beteiligt sich am Regionalwettbewerb Jugend musiziert in der Solowertung Klavier. Während seines 20-minütigen Vortrags gelingt es dem 17-Jährigen, die 30 Zuhörer im Saal mit ausdrucksstarken Interpretationen von Beethoven, Prokofjew und Alexejewitsch in seinen Bann zu ziehen. Er war die letzten Jahre regelmäßig bei Jugend musiziert dabei und gehört dort inzwischen zu den alten Hasen. "Klassische Musik fasziniert mich einfach, weil es viel mehr Gegensätze und Spielmöglichkeiten gibt als beispielsweise im Bereich Pop-Musik", begründet er seine Motivation.Der Regionalwettbewerb Trier fand an diesem Wochenende zum 54. Mal statt. In der Karl-Berg-Musikschule nahmen 102 Musiker aus der ganzen Region in den Kategorien Klavier solo, Drum-Set (Pop) und unterschiedlichen Ensembleformationen teil. Wer von der Jury 23 Punkte und mehr erhält, nimmt Ende März am Landeswettbewerb in Mainz teil.Auch Michelle Antretter und Annkathrin Maroth spielen seit einem halben Jahr zusammen Querflöte im Duo. "Der Wettbewerb bringt einen musikalisch weiter, weil man intensiv an etwas arbeitet", sagt Michelle. "Wir haben mit unseren beiden Lehrern geprobt und dadurch neue Perspektiven und Interpretationsmöglichkeiten kennengelernt." Die beiden atmen zusammen ein, dann geht es los mit dem Allegro von Telemann. Sie wirken während ihres Vortrags wie ein eingespieltes Team, reagieren aufeinander. Beide Melodielinien greifen ineinander und ergänzen sich.Natürlich gibt es auch Wettbewerbsneulinge. Anna Bents, Philine Waldmann und Emely Steffgen spielen in Altersgruppe II Querflötentrio. "Zuerst haben wir unsere Stimmen alleine geübt. Das dann als Trio zusammenzubauen hat viel Spaß gemacht", sagt Emely. "Jeder Musiker geht hier raus und nimmt etwas mit", sagt Pia Langer, Leiterin der Musikschule, und erklärt, warum die Schüler in mehrerer Hinsicht vom Wettbewerb profitieren: "Sie bekommen eine professionelle Einschätzung von der Jury, treten vor Publikum auf und haben zudem den Vergleich mit anderen Musikern in ihrer Altersgruppe."Extra

Solo: Pauline Barra, Leon Konrad, Hannes Bracht, Polina Marinova, Vanessa Müller, Tim Reinhard, Iris Lange, Julian Küsters, Emilia Dzhenyeyev, Jule Schillo, Benjamin Britten, Tobias Kasper, Zi-yu Zhao, Emanuel Küsters, Enrico Noel Czmorek, Jakob Udelhoven, Ringaudas Ignotas Daraskevicius, Aliya Brandt, Dominik Meyer, Chris Hammann, Seoyoung Park, Tobias Probst, Seongmin Park, Lukas Hering, Annika Müller, Julian Dockendorf, Justus Grabowsky, Sven Philipsen, Boyoung Kim, Malaika Jätzold, Janosch Heinen, Denzel Jeans, Franz Theis, Maximilian Lang, Luca Kuhnen, Thomas Leonhard. Ensemble: Noa Botmann, Dana Elisa Lopez Tanko, Amelie Sophie Wiering, Johanna Köster, Di Wu, Mirjam Hein, Lucia Poß, Anna Sophie Herzog, Arne Zeller, Amélie Ringelmann, Jonas Klein, Charlotte Köster, Moritz Krüger, Sara Spöhr, Charlotte Spöhr, Malte Zeller, Niels Zeller, Kirstin Roos, Susanne Dewald, Kim Brunner, Eva Knippertz, Jannika Lauterbach, Anne Hellenbrandt, Leonie Müller, Marie Sophie Zesewitz, Florian Nass, Lilli Feisthauer, Heloise Neuberg, Anna Pröpping, Philine Waldmann, Emely Steffgen, Anna Bents, Franziska Tasarek, Georg Lenz, Frederike Hoogers, Louisa Sieveke, Helena Dolk, Elise Hartmann, Katharina Wiesenfeldt, Jule Schottler, Anna-Sophie Schmitt, Vanessa Ruhnau, Paulina Konz, Jule Schneider, Alice Wimmer, Leonie Görgen, Miriam Shamandy, Charlotte Heck, Sarah Nosbüsch, Michelle Antretter, Annkathrin Maroth, Vincent Thymian, Lorenz Papenberg, Anne Ott, Raffael Rignault, Klara Neukirch. red