Bauen "Auf der Hüll"

In Flußbach sind für Sportbegeisterte wie für junge Leute gute Zeiten angebrochen. Während die Gemeinde mit dem SV Lüxem auf der Freizeitanlage "Messeberg" Erstaunliches vollbracht hat, sind die jungen Leute in ihr eigenes Domizil eingezogen.

Flußbach. Die Flußbacher Freizeitanlage "Messeberg" ist tiptop in Schuss. Mit vereinten Kräften hat die Gemeinde dort mit dem Sportverein Lüxem, der den Platz als Trainingsplatz nutzt, eine Anlage realisiert, die ihresgleichen sucht. In den vergangenen Monaten ist neben dem Sportplatz ein Umkleidegebäude mit sanitären Anlagen und integrierter Schutzhütte entstanden. Gegenüber lädt zudem ein neuer Grillpavillon zum Feiern ein. Die Investitionssumme beläuft sich laut Ortsbürgermeister Hans Josef Drees auf etwa 120 000 Euro. Momentan müsse nur noch der Verputzer anrücken.

So gut wie fertig ist aber auch der neue Jugendraum im Ort. Jugendliche seien derzeit beschäftigt mit der Renovierung des Raumes, der auch einen neuen Anstrich erhält. Anschließend kommt die Reihe an die Einrichtung des von der Jugend bereits genutzten neuen Zuhauses.

Noch nicht recht vorangekommen ist hingegen die Erschließung des Neubaugebietes "Auf der Hüll". Im Moment gebe es einfach keine Baunachfrage, bedauert Drees. Angesichts von Vorteilen wie der Nähe zu Wittlich und zur Autobahn scheint die Stagnation zwar eher vorübergehender Natur. Doch angesichts geschätzter 800 000 Euro Gesamterschließungskosten will die Gemeinde kein Risiko eingehen. Daher werden laut Drees vorerst nur sieben der 17 Grundstücke erschlossen. Die Vorverträge für den Grunderwerb seien bereits geschlossen. Denn die Gemeinde will die Parzellen "fix und fertig erschlossen" verkaufen. Parallel zu der Teilerschließung ist zudem der Ausbau des Zubringers "Schohfelderstraße" vorgesehen.

Endlich realisiert werden soll zudem ein Radweg zwischen Flußbach und Wittlich sowie die Anbindung an den Maare-Mosel-Radweg. Momentan sei noch ein Teilstück von 500 bis 600 Metern Länge auszubauen, erklärt Drees. Ansonsten sei die Route größtenteils "naturbefestigt".

Erfolgreich abgeschlossen ist hingegen der zweite Bauabschnitt am Friedhof. Wegen der problematischen Bodenverhältnisse hat die Gemeinde dort ein Grabkammersystem installiert. Dieses ermöglicht Bestattungen auf bestehenden Gräbern. Die Särge werden nicht ins Erdreich abgelassen, sondern in spezielle Betonkammern. Als einzige Alternative wären Umbettungen erforderlich gewesen. Außerdem wurde eine Urnenwand auf dem Friedhof gebaut. Unabhängig von diesen Arbeiten hat die Gemeinde insgesamt mehr als fünf Kilometer Wirtschafts- und Forstwege erneuert.