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Bürgerferagestund zum Neubau einer Hochspannungsleitung in Salmtal

Energieversorgung : Salmtal unter Hochspannung

In Salmtal bewegt der geplante Neubau einer Hochspannungsleitung die Gemüter (unsere Zeitung berichtete).  Am Mittwoch, 9. September, findet dazu von 16  bis 18 Uhr in der Bürgerhalle Salmtal-Salmrohr eine Bürgerfragestunde statt.

In Salmtal bewegt der geplante Neubau einer Hochspannungsleitung die Gemüter (unsere Zeitung berichtete).  Am Mittwoch, 9. September, findet dazu von 16  bis 18 Uhr in der Bürgerhalle Salmtal-Salmrohr eine Bürgerfragestunde statt. Mehrere Mitarbeiter des Netzbetreibers Amprion, sagt Ortsbürgermeister  Markus Peter Meyer, werden vor Ort sein,  um Fragen interessierter Bürger zu beantworten. Die  Höchstspannungsleitung steht im Ort nicht nur wegen möglicher gesundheitlicher Aspekte in der Kritik. Die Gemeinde würde durch die vorgesehene Trassenführung nämlich auch Potenzialfläche für den Wohnungsbau einbüßen. Außerdem, so fürchten viele Bürger, könnte der für das Leitungssystem notwendige und im Vergleich zum Bestand um 20 Meter höhere Strommast das Ortsbild verunstalten.

Für diesen Neubau, Ersatzneubau genannt, will der Netzbetreiber Amprion in seiner Planung weitgehend den vorhandenen Trassenraum  der Altanlage nutzen. Im nördlichen Bereich von Salmtal führt diese Trasse dicht an der Wohnbebauung vorbei. Salmtaler Bürger und auch Mitglieder des Gemeinderates fordern, dass der Trassenverlauf geändert und damit ein größerer Abstand zur  Wohnbebauung eingehalten wird.

Den Antrag dazu will die Ortsgemeinde am Donnerstag, 3. September, bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord einreichen. „Dazu auch noch rund 300 Unterschriften, die wir im Ort gesammelt haben“, erklärt Meyer. Aufgrund der Dringlichkeit hat bereits der Haupt- und Finanzausschuss der VG Wittlich-Land auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Ortsgemeinde Salmtal bei ihren Bemühungen zu unterstützen. Die Salmtaler wollen die Planungen der Amprion dahingehend ändern, dass die Hochspannungsleitung mindestens 400 Meter von Siedlungsflächen entfernt auf einem kleineren Mast aufgestellt wird.