City-Hotel und Vitelliusbad: Stadtrat Wittlich segnet Vorhaben ab

Kommunalpolitik : City-Hotel und Vitelliusbad: Stadtrat Wittlich segnet Vorhaben ab

(will) Eine Vielzahl von Einwendungen zum geplanten Bau eines City-Hotels sind bei der Stadt eingegangen. Das sagte Bürgermeister Rodenkirch in der Sitzung des Stadtrats am vergangenen Dienstag.

Viele Vertreter von Kommunen in der Größenordnung von Wittlich hätten ihm im Rahmen des Städtetags gesagt, dass sie froh wären, wenn eine Investition in dieser Größenordnung auch bei ihnen stattfinden würde.

Apropos Größenordnung: Der geplante Bau des Hotels soll nun kleiner ausfallen als im vergangenen Jahr präsentiert. Statt sechs sollen es vier Geschosse werden. Das entspricht in etwa der Höhe des Kurfürstenhof-Komplexes. Zudem wurde der Eingang des Hotels von der Kurfürstenstraße an den Kurfürstenplatz verlegt, wie Architekt Jan Berdi in der Stadtratssitzung zeigte. Er soll sich, so der aktuelle Planungsstand, mittig am Gebäudekomplex befinden. Der Eingang zum im Gebäude angedachten Supermarkts soll sich, vom Parkplatz Kurfürstenhof aus gesehen, an der oberen rechten Ecke befinden, die dafür aufgelockert und umgestaltet wurde. „Dadurch entsteht eine ganz neue Situation am Kurfürstenhof“, sagte Berdi. Zudem wurde in den Planungen die Zufahrt für LKW und Autos, die in der Tiefgarage (zwei Geschosse mit je 70 Plätzen) neu geregelt. Statt über den Kreisel Burgstraße soll jetzt alles über die Kurfürstenstraße laufen, die Ausfahrt soll per Ampel geregelt werden. Für Fußgänger soll es eine direkte Anbindung via Parfümgässchen zur Burgstraße geben.

„Das Haus der Jugend behält so seine dominierende Rolle“, sagte Bürgermeister Joachim Rodenkirch. Der Rat segnete die Neuplanung ohne Wortmeldungen bei einer Gegenstimme ab.

Der nächste wichtige Tagesordnungspunkt war das Thema Sanierung/Neubau Vitelliusbad. Nachdem das Ministerium in Manz eine Förderzusage nicht mehr an eine Verringerung der Wasserfläche bindet, soll in einer Alternativplanung der Erhalt des Freibads in seinem jetzigen Ausmaß geprüft werden.

Wie Joachim Rodenkirch berichtete, sei das Cabrio-Dach beim Ministerium in Mainz bei Erhalt der Wasserfläche kein Thema. Man könne jetzt eine andere Planung angehen, aber: „Das Ministerium fordere die Wirtschaftlichkeit eines neuen Bads und ein sparsames Raumprogramm. Neben der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion müsse auch der Landesrechnungshof über die Planungen informiert werden.

Derzeit laufe die Überprüfung der Betonsubstanz im Freibad. „Wenn die gut ist, wäre das schon mal sehr gut“, sagte Rodenkirch. Zudem müsse es eine Strömungsuntersuchung geben. Mit den Ergebnissen rechne man Ende Januar. dann soll zeitnah die Öffentlichkeit informiert werden. Rodenkirch: „Ich möchte den Prozess hoch transparent halten. Die Ergebnisse werden sofort in der Öffentlichkeit kommuniziert.“ Sollte der Erhalt des Freibads in seiner jetzigen Form nicht wirtschaftlich sein, müsse man schauen, wie man damit umgehe.

Im günstigsten Fall, so Rodenkirch, werde die neue Planung günstiger als die bisherige. „Aber das kann man derzeit nicht sagen.“

Der Rat stimmte nach der Diskussion dafür, die Verwaltung zu beauftragen für den Neubau des Vitelliusbades eine Alternativplanung unter Beibehaltung des Freibades zu erstellen.