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Firma Becker übernimmt die Müllabfuhr im Kreis Bernkastel-Wittlich

Müllabfuhr : Firma Becker übernimmt die Müllabfuhr

Das Entsorgungsunternehmen Veolia ist ab Januar 2021 nicht mehr in Bernkastel-Wittlich im Einsatz.

Seit vielen Jahren ist die Firma Veolia mit der Abfuhr von Abfällen im Landkreis Bernkastel-Wittlich beauftragt. Das Unternehmen kümmert sich um die Abholung von Restabfall, Altpapier sowie um die Entsorgung des Sperrmülls auf Abruf.

Doch nun übernimmt ein anderes Entsorgungsunternehmen die Müllabfuhr im Landkreis: Wie der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) erklärt, werden diese Leistungen ab Januar 2021 durch die Jakob Becker Entsorgungs GmbH erbracht. Das Unternehmen stammt aus Mehlingen und der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn im rheinland-pfälzischen Landkreis Kaiserslautern. Doch warum will Veolia die Müllabfuhr im Landkreis an das Unternehmen Becker abtreten? Der TV hat nachgefragt. Andreas Jensvold von Veolia antwortet: „Um eine schnelle Übertragung der Betriebsstätte an Remondis zu ermöglichen, hat sich Veolia entschlossen, die kommunalen Verträge vorab an einen Dritten, namentlich die Firma Becker, zu veräußern. Dies haben wir zum Jahreswechsel nun vollzogen.“

Der Zweckverband hat der Übernahme der Verträge, die bis Ende 2025 laufen, durch die Firma Becker zugestimmt. Für die Kunden ändert sich, wie der Zweckverband erklärt, „nichts“. Nur die Müllwagen werden mit den Emblemen der Firma Becker umgestaltet und sehen bald anders aus. „Die Jakob Becker Entsorgungs-GmbH hat mit dem Auftrag auch die Mitarbeiter und die Fahrzeuge übernommen“, erklärt das Unternehmen auf TV-Anfrage.

Die geplanten Abfuhrtermine und Serviceleistungen bleiben ebenfalls unverändert. Die jeweiligen Behälter müssen am Abfuhrtermin ab 6 Uhr morgens gut sichtbar am Straßenrand bereitstehen. So können die Behälter auch künftig wie gewohnt geleert werden.

Fehlbefüllung Die Abfallwirtschaft gehört zu den sogenannten systemrelevanten Branchen. Die Firmen Veolia sowie Remondis sind mit der Entsorgung der Gelben Säcke im Verbandsgebiet beauftragt. Dabei haben die Mitarbeiter der Abfallentsorgungsbetriebe wegen der Ausbreitung von Covid-19 besondere Grundregeln der Hygiene und natürlich auch das aktuelle Kontaktverbot zu beachten. Bedauerlicherweise sei in den vergangenen Wochen mehrfach festgestellt worden, so erklärt der Zweckverband, dass zunehmend Hygieneartikel über den Gelben Sack entsorgt wurden. „Um die mit der Abfallentsorgung beauftragten Menschen zu schützen und die im Landkreis übertragenen Entsorgungsdienstleistungen weiterhin zuverlässig erbringen zu können, werden alle Einwohner gebeten, anfallende Hygieneartikel über den Restabfall zu entsorgen.“ Eine Entsorgung von Taschentüchern, Mundschutz, Einmalhandschuhen, Putz- und Feuchttüchern über den Gelben Sack führe nicht nur zu einer Verunreinigung von Verpackungen, sondern setzte auch die Mitarbeiter der Sortieranlagen einem „erhöhten Infektionsrisiko“ aus. Bei Fehlbefüllungen der Gelben Säcke werden diese mit einem Aufkleber gekennzeichnet und nicht mitgenommen. Der Zweckverband bittet die Bürger diese Müll­sacke nachzusortieren und alles, was kein Verpackungsmaterial ist, über die Restabfallbehälter zu entsorgen.

Bei etwaigen Reklamationen oder Rück­fragen steht das Service-Telefon des A.R.T. unter Telefon 0651/9491414 wie gewohnt zur Verfügung.