HINTERGRUND

Die Brucher Burg, die etwa um das Jahr 1243 fertig gestellt wurde, war ursprünglich Sitz der Herren von Bruch. Mit Dietrich VI. erlosch das Geschlecht derer von Bruch, und die Herrschaft ging auf dessen Schwager Dietrich von Daun über, der 1338 mit der Burg vom Erzbischof von Trier belehnt wurde.

In den folgenden Jahrhunderten stand die Herrschaft teils unter Kurtrierer, teils unter Luxemburger Landeshoheit. 1933 wurde die Burg an die Freifrau von Leonrod vererbt. Da sie keine gesetzlichen Erben hatte, gelangte ihr Besitz 1953 an ihren Adoptivsohn, Baron von Satzenhoven-Widersperg. Auf den Baron folgten nur noch nicht-adelige Besitzer. Die heutigen Besitzer, die Förschners, übernahmen das Anwesen 1995. Ingrid Förschner: "Wir haben ursprünglich einen Bauernhof mit Land gesucht, der nicht kaputt renoviert ist. Als wir keinen gefunden haben, haben wir uns für die Burg entschieden." Sieben Jahre lang wurden die Gemäuer aus recht verschiedenen Epochen renoviert. Die beiden schlanken und hohen Rundtürme wurden um 1340 aufgestockt, um die Wehrfähigkeit der Burg an der Grenze zum Herzogtum Luxemburg zu erhöhen. Das Herrenhaus, in dem Förschner Übernachtungen anbietet, entstand um 1738. Dem Wohnhaus ist die ehemalige Schlosskapelle von etwa 1300, der heutige Kapellensaal, angegliedert. (mai)

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