Ins Schwärmen geraten

TRABEN-TRARBACH. (peg) Segelfliegen, Fallschirmspringen, Doppeldecker, Modellflieger: Breit war die Palette, die der Deutsch-Amerikanische Segelflug Club DASC seinen Gästen zum Flugplatzfest bot.

Fliegerei zum Anfassen lautete das Motto, und dem wurde der DASC gerecht: Wer am Flugplatzfest auf dem Mont Royal Lust hatte, sich zu den waghalsigen Männern in ihre luftigen Kisten zu setzen, konnte die Chance nutzen. Doppeldecker, Segelflieger, Fallschirmspringer, Kunstflug, und, etwas handlicher, auch der Modellflug präsentierten am Wochenende Höhepunkte ihrer Sparten. Auf dem Hahn hatte es am Samstag zeitweise geregnet, wie der Vorsitzende Roger Dunn wusste, der die Vorführungen auf dem Platz koordinierte; auf dem Mont Royal hielt das Wetter. Begeistert schauten sich große und kleine Gäste die Maschinen an: zuerst auf dem Boden, dann bei ihren teils waghalsigen Kunststücken in der Luft. Manche, wie das selbstgebaute Ultraleicht-Flugzeug "Kiebitz", das den Doppeldecker-Jagdfliegern aus dem 1. Weltkrieg nachempfunden ist, fliegen langsam: 100 Stundenkilometer in der Regel. Andere lieben es wilder. Mit dem Mainzer Tim Tibo war ein echter Crack auf dem Berg zu Besuch. Der 1977 geborene Pilot, der unter der Woche in ganz Europa Linie für die Lufthansa fliegt, kann die Finger auch in seiner Freizeit nicht vom Fliegen lassen - dann schon gar nicht. Der feuerwehrrote Doppeldecker Christen Eagle hat es ihm angetan, so sehr, dass er damit bei internationalen Kunstflug-Wettbewerben beachtliche Erfolge einfährt, pardon, einfliegt. Autofahren hält er im übrigen für gefährlicher als das Fliegen, sagt er schmunzelnd, als er nach einer Vorführung aus der Christen Eagle steigt. Sämtliche Grundkenntnisse der Fliegerei hat Tibo auf dem Mont Royal gelernt: Sie stellen die Basis dar für eine Vielzahl von Jobs, die, wie der Lufthansa-Pilot weiß, selbst bei der heutigen Lage auf dem Arbeitsmarkt immer noch zu haben sind. "Eltern, schickt eure Kinder auf den Segelflugplatz!", gibt er den Erwachsenen mit auf den Weg, bevor er sich zur nächsten Fachsimpelei unter Kollegen begibt. Stets sammelt der DASC bei seinen Veranstaltungen Geld für gemeinnützige Organisationen - in diesem Jahr für Dolphin Aid.

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