Munitionsfund könnte Kreis Bernkastel-Wittlich teuer zu stehen kommen

Kommunalpolitik : Munitionsfund im Kreis Bernkastel-Wittlich könnte teuer werden

Der Ausbau der K 40 im Heckenland im Kreis Bernkastel-Wittlich lässt noch auf sich warten: Dort wurden viele Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Nun müssen weitere Sondierungen folgen.

Die im Frühjahr beim Ausbau der K 40 im Heckenland gefundenen Munitionsreste könnten den Kreis Bernkastel-Wittlich teuer zu stehen kommen. Wie in der Kreisausschusssitzung bekannt wurde, werden sich die Sondierungsarbeiten noch in die Länge ziehen. Die Kreisstraße sollte ursprünglich für 3,8 Millionen Euro ausgebaut werden. Eine erste Kampfmittelsondierung erfolgte im Frühjahr. Dabei wurde in dem Bereich eine sehr hohe Belastung mit Kleineisenteilen, Munition und Munitionsresten, teilweise mit mehr als drei Splittern pro Quadratmetern festgestellt. Allerdings entspreche die aktuelle Oberfläche nicht dem Niveau von 1945, da in manchen Bereichen Material aufgetragen wurde oder es zu Hangrutschungen gekommen ist. Das führte dazu, dass die Munition überdeckt worden ist.

 Wie die Kreisverwaltung mitteilt, muss deshalb an manchen Stellen der Oberbelag der Fahrbahn erst abgefräst werden, bevor überhaupt Sondierungen mit Spezialgeräten durchgeführt werden können. Durch diese wesentlich schwierigere und aufwendigere Kampfmittelräumung werden sich die Ausbaukosten erhöhen. Zudem habe die Baufirma bereits eine sogenannte Behinderungsanzeige geltend gemacht. Deshalb lässt sich aktuell nicht abschätzen, wann mit dem Ausbau der Straße begonnen werden kann und wie hoch letztendlich die Kosten werden, da einerseits die Sondierung auf Munitionsreste teurer und aufwendiger wird und andererseits die Baufirma ihren Zeitplan deshalb ändern muss.

Es könnte demnach sogar möglich sein, dass die K 40 nicht nur saniert werden, sondern ein Vollausbau erfolgen muss. Zudem müsse geklärt werden, wie die Kosten dann zwischen den Trägern aufgeteilt werden.

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