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Sport: Nach 3303 Kilometern wieder daheim in Erden

Sport : Nach 3303 Kilometern wieder daheim in Erden

Herbert Weber hat Wort gehalten: „Zur Erdener Kirmes bin ich wieder zu Hause“, hatte der 73-Jährige angekündigt, als er am 11. Juli zu seiner 20. Tour de France in Richtung Partnerstadt Chémery, Alpen und Pyrenäen aufgebrochen war.

Am Sonntagnachmittag war er mitsamt Wohnmobil und Rennrad wieder zu Hause. 3303 Kilometer hat er auf seinem Weg quer durch Frankreich bis an die spanische Grenze  zurückgelegt. Und der erste Weg führte ihn – notgedrungen – zur Erdener Kirmes. „Um 14 Uhr am Sonntag war ich wieder daheim. Und da meine Familie schon auf dem Schulhof auf der Kirmes war, blieb mir nichts anderes übrig, als direkt auch dorthin zu gehen.“, erzählte der Weltenbummler in Sachen Tour de France dem TV. Von vielen Leuten auf der Kirmes sei er auf die Tour und die Berichterstattung in der Zeitung und via Fernsehen angesprochen worden. „Guck mal hier, unser Fernsehstar ist wieder zurück. Du hast wirklich eine tolle Werbung für unseren Ort und unseren Wein gemacht“, lauteten etliche Kommentare.

Der letzte Tag am Tourmalet, oben auf dem höchsten Pyrenäenpass, wird Herbert Weber in besonderer Erinnerung bleiben. „Mein Erdener Tour-Schild und ich, wir wurden oft fotografiert. Ich glaube, das ging im Internet ziemlich rund. Mit meinen französischen Freunden haben wir abends vor der Abreise noch zusammengesessen und ein paar Flaschen Wein getrunken.“

Bevor er sich wieder auf den Heimweg machte, gönnte sich der Erdener „Weinbotschafter“ noch ein ganz besonderes Erlebnis. „Ich habe mich abends am Tourmalet hingesetzt und mir die Mondfinsternis angeschaut.“ Das, so sagte er, sei ein toller Abschluss seiner Tour gewesen.

 Aber nach der Tour ist bekanntlich vor der Tour. Und die 106. Tour de France 2019 wird bestimmt auch nicht ohne den Erdener Weinbotschafter und „Medienstar wider Willen“ über die Bühne gehen