Schneller Hinweis bei Gefahr

Läuft bei einem Unfall Öl aus, müssen Verkehrsteilnehmer schnell gewarnt werden. Auf der B 49 zwischen Bausendorf und Neuerburg gibt es unter anderem für solche Fälle fest installierte Schilder, die nur noch umgeklappt werden und sofort dem Straßenbenutzer ins Auge fallen.

Bernkastel-Wittlich. "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt", so könnte man den Nutzen fest installierter Hinweisschilder kurz umreißen: Fährt man etwa aus Bausendorf heraus Richtung Neuerburg, ist dort am Straßenrand ein sogenanntes "Fallschild" fest verankert. Hier verbirgt sich hinter den grauen Flügeln der Hinweis "Vorsichtig Ölspur". "Sobald dort ein Unfall ist, bei dem Öl ausläuft, können die Polizisten vor Ort blitzschnell reagieren und den optischen Hinweis auf die Gefahrenquelle geben", erläutert Ralf Schmitz, Leiter der Master-Straßenmeisterei Wittlich. Bis das Team der Straßenmeisterei vor Ort ist, könnte schon wichtige Zeit verloren gegangen sein. Deshalb haben diese Tafeln einen besonders hohen Stellenwert in Sachen Verkehrssicherheit. "Oft stellen die Beamten ihre Warndreiecke mit den passenden Hinweisen auf. Mit diesen festen Schildern kann jedoch viel schneller reagiert und vor allem in Sichthöhe der Fahrer auf das Problem aufmerksam gemacht werden."
Seit etwa 15 Jahren sind die Hinweiszeichen im Gebrauch. "Vor allem in Serpentinenbereichen wie in Bausendorf sind sie gerade für Motorradfahrer oft lebensnotwendig."
Besondere Gefahrenstellen


Etwa 2500 Euro kostet das Aufstellen samt Tafeln. Von Bernkastel in Richtung Longkamp auf der B 50 fahrend, sind ebenfalls solche Hinweise, die jüngst erneuert wurden. Je nach Text auf dem Fallschild ist die Größe desselben bemessen. "Der Standard liegt bei 1600 mm Höhe und 1250 mm Breite." Von der Fahrbahnkante positioniert man sie je nach örtlicher Beschaffenheit etwa in zwei Meter Höhe. 18 Stück sind im Einsatz mit den Hinweisen auf Schlamm/Geröll, Hochwasser oder Öl.
Seitens der Polizei gibt es Hinweise an die Master-Straßenmeisterei, wo besonders neuralgische Punkte sind. "An Unfallhäufungspunkten, wo es beispielsweise mehrfach vorgekommen ist, dass dort Öl verloren wird, informieren wir die zuständige Behörde.
Es liegt dann im Ermessen der Straßenmeisterei, diese Gefahrenpunkte durch solche festen Schilder besonders zu kennzeichnen", so Georg Bührmann, stellvertretender Dienststellenleiter Wittlich. Vorteil an der befestigten Schildvariante ist natürlich auch, dass Diebe diese nicht so leicht mal eben einstecken können, was nach Angaben der Polizei durchaus auch immer wieder mal vorkommt.
Besonders an Stellen mit Serpentinen wie etwa auf der L 190 von Irmenach nach Traben-Trarbach, der K 62 von Ürzig zum Kröver Berg oder im Bereich Wittlich auf der L 34/K 54 von Minderlittgen nach Wittlich warnen die Hinweise Auto- und Motorradfahrer.

Mehr von Volksfreund