Windenergie, Windklang, Wasserschaden

Windenergie, Windklang, Wasserschaden

Der Ortsgemeinderat Hilscheid hat sich grundsätzlich für die Errichtung von Windkraftanlagen auf eigener Gemarkung ausgesprochen. Das einstimmige Ja fiel vorbehaltlich der Prüfung, ob es geeignete Flächen dafür gibt. Vor Jahren war das laut Ortsbürgermeister Detlef Haink der Fall - bei Flächen in Richtung Burtscheid und Malborn.

Hilscheid. Die Realisierung von Windkraft sei früher an den Ausschlusskriterien für Flächen im Naturpark Saar-Hunsrück gescheitert, so Detlef Haink. Nach dem Reaktorunglück in Fukushima sowie dem von der Bundesregierung beschlossenen Ausstieg zeichnet sich jedoch eine Lockerung der Vorgaben ab. Denn aktuell wird der Raumordnungsplan, der die Nutzung regionaler Flächen regelt, überprüft. Daher rechnet sich Hilscheid erneut Chancen aus.
Ebenfalls in seiner jüngsten Sitzung hat sich der Gemeinderat auf einen Namen geeinigt für die Straße, die zum Erbeskopfgipfel führt. Ein Großteil des 816 Meter hohen Erbeskopfes, der höchsten Erhebung in Rheinland-Pfalz, liegt auf Hilscheider Gemarkung. Laut Haink gab es immer wieder Probleme mit der Zustellung der Post für die am Gipfel stationierte Bundeswehreinheit. Daher erhält die Straße, die auch zur "Windklang"-Skulptur des Eifeler Künstlers Christoph Mancke führt, nun den Namen "Zum Hilscheider Gipfelblick". Der Rat sprach sich einstimmig für diesen Vorschlag aus.
Ein anderer Tagesordnungspunkt war weniger erfreulich. Vor etwa 30 Jahren verlegte und nun defekte Rohrleitungen haben im Dorfgemeinschaftshaus einen Wasserschaden verursacht. Die Behebung der Schäden wird mehr als 11 000 Euro kosten. Laut Haink wurden sowohl Wände als auch der Boden und die Küche in Mitleidenschaft gezogen. Glücklicherweise stehe momentan keine größere Feier dort an. Er hofft, dass bis Mitte September alles wieder in Ordnung ist.
Besonders ärgerlich sei, dass erst kürzlich aufwendige Renovierungs- und Umbauarbeiten (der TV berichtete) abgeschlossen wurden. urs

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