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Heute geht es um die Zukunft des Flugplatzes Bitburg

Heute geht es um die Zukunft des Flugplatzes Bitburg

Es sollte ein internationaler Flughafen werden. Nachdem diese Pläne vor wenigen Wochen gescheitert sind, entscheidet eine Lenkungsgruppe heute über eine Alternative für den Bitburger Flugplatz.

Bitburg. Aus der ehemaligen Bitburger Airbase wird aller Wahrscheinlichkeit nach kein Werft-, Fracht- oder Passagierflughafen. Nachdem die millionenschweren Pläne für den von einem luxemburgischen Projektentwickler geplanten Ausbau des Bitburg Airports an Ostern endgültig gescheitert sind (der TV berichtete), wird sich nun entscheiden, wie die Zukunft des Flugplatzes aussieht. Am heutigen Donnerstag kommt unter der Federführung des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums im Bitburger Tower eine Lenkungsgruppe zusammen, die über das weitere Vorgehen berät. Fest steht: Diese Gruppe plant keinen Airport. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Bündnis90/Die Grünen) hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie sich eine Nutzung mit erneuerbaren Energien wünscht. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, und Joachim Kandels, Bürgermeister der Stadt Bitburg, streben einen weiteren städtebaulichen Vertrag für die Erschließung des Konversionsgeländes an - am liebsten als Gewerbegebiet. Davon, eine fliegerischen Nutzung weiterhin mit Steuergeld zu finanzieren - ob im großen oder kleinen Maßstab - hält Streit nichts. "Bei unserer Haushaltslage halte ich das nicht für vertretbar", sagt er. Wie es für die Sportflieger in Bitburg weitergeht, ist also ungewiss.
Michael Billen, Vorsitzender der Flugplatz GmbH, ist zu diesem Treffen nicht eingeladen. Er tritt trotz des Scheiterns seiner Pläne nach wie vor für eine fliegerische Nutzung im großen Maßstab ein und will weiterhin nach Investoren suchen - ein Plan, für den es jedoch inzwischen keine politischen Mehrheiten mehr geben dürfte.
Ein Bitburger Planungsbüro wurde damit beauftragt, alternative Nutzungsszenarien zu entwerfen, die der Gruppe heute präsentiert werden, ehe sie eine Tendenzentscheidung trifft, die dann nochmals in den kommunalen Gremien zur Abstimmung kommt. Mitglieder der Gruppe sind: Vertreter des Landes, des Bundes und die Mitglieder des Zweckverbands Flugplatz Bitburg - also Landrat Streit, die Bürgermeister von Bitburg sowie der Verbandsgemeinde Bitburg-Land und die Ortschefs von Röhl und Scharfbillig.