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Orkan Ylenia: Sturm wütet im Norden - Region Trier kommt glimpflich davon

Wetter : Orkan Ylenia stürmt im Norden und streift die Region Trier - Nächstes Sturmtief am Freitag erwartet

Das Orkantief „Ylenia“ hat vor allem im Norden Deutschlands Hunderte Einsätze von Polizei und Feuerwehren verursacht – die Region Trier kam glimpflich davon. Doch für Freitag wird schon das nächste Orkantief erwartet.

Der Sturm „Ylenia“ hat Bäume umstürzen lassen, zu gesperrten Straßen geführt und Zug- und Flugverkehr durcheinandergewirbelt. Während der Orkan vor allem im Norden und Nordosten wütete, kam es in der Region Trier zu keinen größeren Schäden. Im Eifelkreis, in der Vulkaneifel, in Hochwald und Hunsrück stürzten mehrere Bäume um. Im Eifelkreis erkannte ein Autofahrer auf der B 50 einen auf der Straße liegenden Baum zu spät, er blieb aber unverletzt. Bei Mannebach in der Vulkaneifel kippte ein Strommast um. Ein Blechdach wurde in Bergweiler abgedeckt und verfing sich in einer Oberleitung. Zudem kam es in der VG Wittlich-Land zu einem großflächigen Stromausfall. Wegen des Windes wurde auf der Hochmoselbrücke das Tempo auf 60 km/h begrenzt.

Die Deutsche Bahn stellte wegen des Orkantiefs „Ylenia“ den Fernverkehr in mehreren Bundesländern ein. In Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg verkehrten keine Züge des Fernverkehrs, teilte die Bahn mit. Auswirkungen gebe es auch in anderen Bundesländern.

Zwei Autofahrer wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. In Sachsen-Anhalt bei Südharz starb ein 55-Jähriger am Donnerstag auf einer Landstraße, als ein Baum auf seine Wagen fiel. Auch in Niedersachsen starb ein 37 Jahre alter Autofahrer durch einen umstürzenden Baum. In zehntausenden Haushalten in Nordrhein-Westfalen fiel wegen des Sturms der Strom aus.

Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach für Mittwochabend bis Donnerstagabend Unwetterwarnungen hauptsächlich für die nördliche Hälfte des Landes herausgegeben.

Nach dem Abzug des aktuellen Sturmtiefs „Ylenia“ droht nach einer kurzen Beruhigung mit dem Orkantief „Zeynep“ wieder eine stürmische Nacht.

TV-Meteorologe Dominik Jung: „Erst zum Nachmittag wird der Sturm langsam weniger. Doch der nächste Sturm ist nicht weit weg. Er kommt ab morgen Abend nach Deutschland und trifft nach den neusten Berechnungen auf den Nordwesten und Norden Deutschlands.“ Aufatmen also für die Region Trier? Noch nicht ganz: „Insgesamt hat sich das Sturmfeld weiter nach Norden verschoben. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch im Rest von Deutschland viel Wind und Sturm geben wird“, sagt Jung.

Das Sturmfeld mit den höchsten Böen liegt laut Jung nun etwas weiter nördlich. Insgesamt könnten die Auswirkungen noch heftiger werden als am Donnerstag. Die Wettermodelle rechnen stellenweise in tiefen Lagen mit Orkanböen um 130 bis 140 km/h. „Das wäre dann wirklich wieder brandgefährlich“, sagt Jung. Doch auch danach ist noch nicht Schluss. Von Sonntag auf Montag wird es im Westen wieder stürmisch.