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48 Neuinfektionen in Trier und Trier-Saarburg, Quarantäne für AfA Trier

Pandemie : AfA Trier unter Quarantäne, Neu-Infektionen auch auf Kreuzfahrtschiff

Die Asylbewerberunterkunft in Trier steht unter Quarantäne. Außerdem steigen die Corona-Fallzahlen, vor allem in der Stadt, weiter stark an. Betroffen ist auch ein Kreuzfahrtschiff, das aktuell in der Stadt liegt.

Dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg wurden am Samstag, Stand: 13.30 Uhr, 48 weitere Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet – 12 aus dem Landkreis und 36 aus der Stadt Trier. Allein 10 Neuinfektionen wurden bei Bewohnern der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Trier gemeldet. Dort gilt ab heute eine Quarantäne für alle Bewohner. Insgesamt zählt das Gesundheitsamt in der Afa Trier aktuell 23 Corona-Infektionen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in der Stadt bei 78,0 und im Landkreis bei 54,9. Damit liegen sowohl Stadt als auch Kreis über dem Grenzwert der Alarmstufe Rot des Warn- und Aktionsplanes Rheinland-Pfalz. Die Stadt Trier und der Landkreis Trier-Saarburg haben sich daher bereits gestern über Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen verständigt, die teils schon ab dem heutigen Samstag in Kraft getreten sind.

Die Zahl der seit dem 11. März nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Menschen steigt auf 943 (379 in der Stadt Trier und 564 im Landkreis Trier-Saarburg). Damit gelten aktuell 219 Personen als infiziert, 102 im Landkreis und 117 in der Stadt Trier. Vier Patienten befinden sich in stationärer Behandlung.

Die Infektionszahlen verteilen sich im Landkreis Trier-Saarburg wie folgt auf die Verbandsgemeinden: VG Hermeskeil: 114, VG Konz: 96, VG Ruwer: 38, VG Saarburg-Kell: 142, VG Schweich: 99, VG Trier-Land: 75.

Auf einem in Trier liegenden Flusskreuzfahrtschiff wurden zwei Besatzungsmitglieder positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Passagiere sind, da Trier das Ende der Fahrt war, bereits abgereist. Die Kontaktermittlungen mittels Passagierlisten sind angelaufen. Das Schiff selbst verbleibt vorerst mit der Besatzung vor Ort.

Im Altenheim Hermeskeil wurde ein weiterer Bewohner positiv getestet. Eine Wohngruppe befindet sich in Quarantäne. Auch im Altenheim St. Irminen Trier ist eine Wohngruppe mit bisher 4 Personen betroffen und in Quarantäne. Auch hier dauern die Umgebungsuntersuchungen und Testungen an.

Mit dem Überschreiten der Alarmstufe Rot hat sich am Freitag eine gemeinsame Task Force der Stadt und des Landkreises unter Leitung des Landes auf Maßnahmen zur Eindämmung des aktuellen Infektionsgeschehens verständigt. Die Krisenstäbe der Stadt und des Kreises haben verabredet, sich täglich über die aktuelle Lage auszutauschen und weitere Maßnahmen eng abzustimmen.

Die aktuell stark steigenden Zahlen der Neuinfektionen zeigen laut dem Gesundheitsamt deutlich, wie wichtig die Einhaltung der Hygiene-, Abstands- und Kontaktregelungen auch im privaten Umfeld sind. Empfohlen wird, auch bei Menschenansammlung im Freien einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn dort der Abstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. Regelmäßiges Lüften von Räumen, in denen sich mehrere Menschen aufhalten wird ebenso angeraten. Gerade auch bei privaten Feiern sollte auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sowie dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes geachtet werden.

Ab Montag gilt eine landesweite Beschränkung der Teilnehmerzahl an privaten Feiern von maximal 25. Grundsätzlich sollte man laut Gesundheitsamt prüfen, ob in der aktuellen Lage private Feiern, Partys, aber auch Urlaubsreisen oder Ausflüge wirklich notwendig sind. Nochmals wird auf die Möglichkeit hingewiesen, mittels der App „Mein Laborergebnis“ sein Testergebnis zeitnah selbst abzufragen und den Befund auch auszudrucken.