Eine Tonne Sand - für jeden

Die Bitburger Brauerei ist nicht nur von Anfang in die Organisation von Trier Aktiv im Team (TAT) eingebunden, sondern stemmt auch selbst jedes Jahr ein ziemlich ambitioniertes Projekt: Dieses Jahr wurde die Außenanlage der Kita Haus für Kinder in der Krahnenstraße vorangebracht.

Trier. Der Feierabend ist verdient: Zwar ist im Rahmen ihres TAT-Engagements die Bitburger Brauerei gleich mit 40 hilfsbereiten Mitarbeitern in der Trie rer Kita Haus für Kinder angerückt - aber im Garten der Kita wollten auch fast so viele Tonnen Sand verarbeitet werden: nämlich 35. Es gab also genug zu tun.
Fast zwei Jahre nach dem Bezug neuer Räume sieht die Freifläche hinter dem Haus in der Krahnenstraße immer noch ziemlich trist aus. Um der Idee nach einem naturnahen Spielplatz näherzukommen, hat sich der Träger, der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF), an die Aktion TAT gewandt.

Dabei wurde mit der Bitburger Braugruppe nicht nur der wohl stärkste Pate gewonnen - die Frauen und Männer in den grünen Latzhosen werden auch noch tatkräftig unterstützt durch Erzieher aus der Kita und einige Eltern der kleinen Besucher: Zusammen bewegen sie Tonne um Tonne Sand per Schubkarre in eine riesige Grube. Anschließend wird darauf eine Holzterrasse zusammengebaut, die in der Schreinerei der Brauerei vorgefertigt worden war.
Doch das ist bei weitem noch nicht alles: Erst die Aufbereitung einiger Gartenmöbel, die Anlage eines Blumenbeets, das Pflastern einer Einfahrt und, das auch noch, der Anstrich einer großen Fensterfront über ein mehrstöckiges Gerüst machen das Arbeitspensum schließlich voll.

Susanne Knabe, sonst im Marketing der Bitburger tätig, ist am frühen Abend erschöpft, aber glücklich: "Ich arbeite sonst die ganze Woche im Büro, da ist das hier eine schöne Abwechslung."
Der Facility Manager Jörg Weber, hinter dem sich auf gut Deutsch der Betriebsmaler der Braugruppe verbirgt, ist voll des Lobs für seine Kollegen: "Eigentlich musste ich nur noch koordinieren", freut er sich über das Erreichte: Die jetzt rot gestrichene Fensterfront sei nicht nur unansehnlich gewesen, sondern längst auch so marode, dass es bald an die Substanz des Holzes gegangen wäre.

Dass es auch im eigentlich so reichen Deutschland an einigen Stellen bröckelt und nichts als selbstverständlich anzunehmen ist, ist ein starker Aha-Effekt der jährlichen Beteiligung an TAT, findet Bitburger Geschäftsführer Jan Niewodniczanski. Der Chef ließ es sich nicht nehmen, in der grünen Latzhose kräftig mit anzupacken: "Und natürlich ist das auch fürs Teambuilding gut, wenn hier Menschen für einen guten Zweck zusammenarbeiten, die sonst in ganz verschiedenen Abteilungen sind."
Neben dem starken Teamgeist freut Tanja Merkel vor allem auch über das starke Ergebnis: Sie ist die Leiterin der Kita, die von 50 Kindern im Alter von vier Monaten bis zur Grundschulzeit aufgesucht wird. "Dank TAT jetzt sind wir einen guten Schritt weiter, dass wir nächstes Jahr hier Spielgeräte aufstellen können."
Jetzt ist aber erst mal Zeit, mit allen fleißigen Helfern anzustoßen: Zum Glück haben die Bitburger nicht nur jede Menge Arbeitslust mitgebracht, sondern auch noch ein paar Kisten Gerstensaft.