Hilfe für ältere Menschen in allen Lebenslagen

Hilfe für ältere Menschen in allen Lebenslagen

Wer die Bezeichnung "Sicherheitsberater für Senioren" hört, denkt zunächst an Kaffeefahrt, Enkeltrick oder Haustürgeschäft. In Wirklichkeit steckt aber noch viel mehr hinter diesem Ausdruck. Die ehrenamtlich tätigen, von Polizei und Kreisverwaltung geschulten Seniorenberater bieten schlichtweg Sicherheit in allen Fragen rund ums Thema Älter werden.

Waldrach/Region. Kann ich als Opa meinen Enkel beim Führerschein mit 17 begleiten? Bekomme ich die angepriesene Ware von der Kaffeefahrt wirklich geschenkt? Oder wie und wo komme ich an Türschlösser, Rauchmelder, behindertengerechte Schuhe? Viele Senioren sind unsicher und reagieren mitunter ängstlich, wenn sie mit Situationen konfrontiert werden, denen sie bislang noch nie ausgesetzt waren. Die sogenannten Sicherheitsberater für Senioren bieten hier völlig kostenlos und ehrenamtlich ihre Hilfe an. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um dubiose Gewinnmitteilungen per Telefon handelt oder ob Beratung und Begleitung bei Behördengängen gewünscht ist. Selbst Pflegschaften haben die Seniorenberater schon in die Wege geleitet.
Alle haben Spaß an der Aufgabe


Ausgebildet werden die Helfer bei allen Fragen bereits seit mehreren Jahren von Dieter Ackermann von der Leitstelle Älter werden bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. In Zusammenarbeit mit der Polizei in Trier schult er hier gezielt Menschen, die ihr Wissen und ihre Kenntnisse dann an die Senioren weitergeben. Zu den Ansprechpartnern in der Verbandsgemeinde Ruwer, die sich allesamt als Sicherheitsberater ausweisen können, gehören Friedhelm Lehmann (75) und Hermann Göbel (66) aus Riveris, Rosi Hampel (70) aus Waldrach, Frank Theis (44) aus Kasel sowie der ehemalige Polizeibeamte Herbert Cordier (65) aus Gusterath.
"Generell sind wir Seniorenberater für alles da", sagt Cordier. Als Beispiel führt er den Anruf eines älteren Herrn an, der eine Vorladung vom Gericht zur Zeugenaussage erhalten hatte. "Dieser Mensch war total verunsichert", erzählt er. "Wir haben daraufhin gemeinsam eine andere Verhandlung besucht, damit er überhaupt mal wusste, was da auf ihn zukommt", führt Cordier aus. "Danach war der Mann total erleichtert", sagt er.
Wie er haben auch die anderen Sicherheitsberater viel Spaß an ihrer Aufgabe. Firmenchef Frank Theis ist mit 44 Jahren der jüngste ausgebildete Berater in der Verbandsgemeinde Ruwer: "Dass es uns heute so gutgeht, haben wir doch den Senioren zu verdanken, da kann man ruhig auch mal etwas zurückgeben", begründet er sein Engagement.
Einen Punkt gibt es allerdings, mit dem die Seniorenhelfer ihrer Ansicht nach noch immer viel zu oft konfrontiert werden: "Die Menschen melden sich oft einfach viel zu spät bei uns", sagen sie. "Die Leute sollen sich ohne Scheu zu jeder Zeit und mit jedem Anliegen direkt an uns wenden", sind sie sich einig. "Man darf nicht einfach abwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist", sagt Hermann Göbel. "Wenn man unbeabsichtigt einen Vertrag am Telefon abgeschlossen hat, ist da ein halbes Jahr später oft nichts mehr zu machen."Extra

Die Sicherheitsberater für Senioren in Ihrer Verbandsgemeinde: Ruwer: Herbert Cordier, Gusterath, Telefon 06588/7011, Hermann Göbel, Riveris, Telefon 06500/303, Friedhelm Lehmann, Riveris, Telefon 06500/988225, Rosi Hampel, Waldrach, Telefon 06500/7284, Frank Theis, Kasel, Telefon 0170/2716450. Trier Land: Erika Nafziger, Igel, Telefon 06501/15430, Klaus Erasmy, Kordel, Telefon 06505/8311, Arnold Reuter, Newel, Telefon 06505/8046. Schweich: Alfons Köhnen, Schweich, Telefon 06502/8691. anfExtra

So schützen Sie sich: Tipps von Dieter Ackermann (Telefon 0651/715324): Geben sie niemals Geld oder Kreditkarten an einen Unbekannten heraus! Legen Sie bei Gewinnversprechungen am Telefon sofort den Hörer auf! Nehmen sie nicht an Kaffee fahrten mit Geschenkversprechen teil! anf