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Im Maarviertel wird wieder gebaut

Im Maarviertel wird wieder gebaut

Das Regionalbahn- und das Einzelhandelskonzept sowie der geänderte Bebauungsplan für die Alte Zurmaiener Straße sind Themen im Ortsbeirat Trier-Nord gewesen. Zudem sprachen die Ratsmitglieder über die Paulinstraße.

Trier-Nord. In der Alten Zurmaiener Straße, einst von Gärtnereien mit ausgedehnten Feldern dominiert, soll eine Baulücke geschlossen werden: In der Höhe der Hausnummer 54, wo derzeit ein tiefes Loch zu sehen ist, ist eine neue Wohnbebauung geplant. "Seit 15 Jahren ist dort eine Brache, das Unkraut wucherte hoch", stellte Matthias Melchisedech (CDU) bei der zurückliegenden Sitzung des Ortsbeirats fest und ergänzte: "Der Investor ist nun schon seit zwei Jahren dran."
Der entsprechende Bebauungsplan wurde nun geändert; Julia Bieck vom Stadtplanungsamt stellte ihn bei der Sitzung vor. Bebauungslinien an der Grundstücksgrenze seien durch Baugrenzen ersetzt worden. "So muss nicht direkt an der Grundstücksgrenze gebaut werden, sondern flexibel innerhalb der Baugrenzen", erklärte sie. Details zur geplanten Wohnbebauung konnte sie allerdings noch nicht mitteilen. "Sitzflächen, Dachbegrünung und Garagen sind im Bebauungsplan ausgewiesen, aber keine Fahrradstellplätze", monierte Thorsten Kretzer (Grüne). Der Ortsbeirat machte einen entsprechenden Änderungsvorschlag, Julia Bieck versprach, nachzubessern.
Mehr als 300 Seiten Konzept


Bis ein Zug rund um Trier fährt, mögen noch Jahre vergehen, doch sie kommt: die Regionalbahn. Deren Konzept wurde im Ortsbeirat zur Diskussion gestellt. "Die Westtrasse hat Priorität" war man sich dort einig. "Wir haben lange dafür gekämpft", stellte Kretzer fest, "bereits 1996 haben wir dafür geworben." Der Ortsbeirat stimmte der Vorlage zu. Der Haltepunkt Trier-Nord müsse auf jeden Fall zweite Priorität behalten, betonte Ortsvorsteherin Maria Duran Kremer (SPD). Wichtig seien auch das Verbindungsstück nach Ehrang, ein Haltepunkt in Euren und die Verbindung von der West- zur Haupttrasse, so Kretzer.
Mehr als 300 Seiten umfasst das Einzelhandelskonzept für die Stadt Trier 2025+. "Darüber können wir heute noch nicht abstimmen", stellten die Beiratsmitglieder einstimmig fest. Mit der Rückmeldung sei Zeit bis Ende Februar, habe Oberbürgermeister Klaus Jensen erklärt. Zur Klärung offener Fragen - wie etwa der des kleinflächigen Einzelhandels in Wohngebieten - möchte der Ortsbeirat gerne einen Vertreter der Stadt einladen, der das Konzept näher erläutert.
Ein Thema im Ortsbeirat war auch das seit etwa einem Jahr laufende Projekt Business Improvement District (BID) Paulinstraße. Die Aktionen zur Weihnachtszeit, vor allem die beleuchteten Rentiere, seien auf positive Resonanz gestoßen.
Zur "Kontinuität über die Porta hinweg" sollen unter anderem sieben Mülleimer in der Paulinstraße sorgen, die analog zu denen in der Innenstadt gestaltet werden. Neu erschienen ist ein Flyer zur Parksituation, der in den teilnehmenden Geschäften ausliegt. DQ