Investition für die Wasserqualität

Investition für die Wasserqualität

Regen, der zwischen Gusterath und Pluwig vom Himmel fällt, sammelt sich künftig in einem neuen System entlang der Kreisstraße 62. Das neue Rückhaltebecken fasst 100 Kubikmeter Flüssigkeit und drosselt über unterirdische Kanalrohre das Tempo des Niederschlagwassers auf dem Weg zur Kläranlage Ruwertal.

Pluwig/Gusterath. Ab dem Frühjahr wird es wohl jedem Autofahrer sofort ins Auge fallen: das neue Rückhaltebecken entlang der Kreisstraße 62 auf Höhe der Straßenkreuzung Pluwig, Raulsmühle und Lonzenburg. Seit vier Wochen sind die Firma Elenz aus Konz und das Ingenieurbüro BFH aus Trier (Bauleitung) unterhalb von Pluwig damit beschäftigt, einen neuen Kanalstauraum zu schaffen.
Beitrag zum Umweltschutz


Bis zu 5,50 Meter unter der Erdoberfläche werden die Kunststoffrohre mit einer Länge von 26 Metern verlaufen, die das Wasser auf 28,5 Liter pro Sekunde zur Kläranlage Ruwertal drosseln. Der Stauraum für das Rohrgebilde unter der Erde soll 125 Kubikmeter betragen. In einem überirdischen Rückhaltebecken können außerdem bis zu 100 Kubikmeter Wasser gespeichert werden. Während die unterirdischen Arbeiten Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen, wird das fertige Rückhaltebecken wohl erst im Frühjahr 2012 in Betrieb gehen.
750 000 Euro hat das Abwasserwerk der Verbandsgemeinde Ruwer in das Projekt investiert. Neben dem neuen System zwischen Pluwig und Gusterath gibt es noch fünf weitere Standorte, für die zusätzliche Rückhaltevolumen geschaffen wurden. Allesamt sind entstanden als Reaktionen auf die Ergebnisse der Regenwasserstudie, die das Abwasserwerk vor mehr als zehn Jahren in Auftrag gegeben hatte. Seit 2009 wurden deswegen bereits bestehende Regenüberläufe an mittlerweile sechs Stellen in der Verbandsgemeinde Ruwer durch Regenüberlaufbecken mit Stauvolumen ersetzt.
Insgesamt 3,5 Millionen Euro hat sich das Abwasserwerk diese neuen Regenüberläufe in Pluwig/Gusterath, Waldrach (Welschmühle), Korlingen, Pluwig, Ollmuth und Bonerath/Holzerath kosten lassen.
Diese Investition lohnt sich, sagt Bernhard Busch, Bürgermeister der VG Ruwer. "Für uns ist das hier der Mittelteil, der die Ruwer sauberer hält", sagt Busch. Durch das neue System werde die Gewässergüte verbessert und ein großer Beitrag zum Umweltschutz geleistet.Extra

Vor mehr als zehn Jahren hat das Abwasserwerk der Verbandsgemeinde Ruwer eine Studie in Auftrag gegeben, in der der Bedarf an Sammelbecken und Überläufen ermittelt werden sollte. Ziel war es, die Ruwer und ihre Nebenflüsse zu entlasten. Nötig geworden war diese Regenwasserstudie durch einen Planungsauftrag der Bezirksregierung. as