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Mehr Platz und weniger Ansteckungsrisiko in der Afa Trier - 50 Bewohner ziehen bis 4. Januar in Jugendherberge um

Corona-Pandemie : Mehr Platz und geringeres Infektionsrisiko in der Afa

Um einen weiteren Corona-Ausbruch in der Trierer Aufnahme-Einrichtung für Asylbegehrende (Afa) zu verhindern, werden dort weniger Menschen untergebracht. Dazu hat das Land eine zusätzliche Unterkunft gefunden, die vorübergehend 50 Bewohner aufnimmt.

Die Jugendherberge in Trier wird ab Donnerstag, 17. Dezember, etwa 50 Menschen aus der Aufnahme-Einrichtung für Asylbegehrende (Afa) Trier beherbergen. Das hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) am Mittwochnachmittag mitgeteilt. Bei den vorübergehenden Jugendherbergs-Bewohnern handele es sich vor allem um Familien und allein reisende Frauen. Sie sollen laut ADD zunächst bis zum 4. Januar in der neuen Unterkunft bleiben. „Sollte sich kurzfristig weiterer Bedarf ergeben, kann die Anzahl an Plätzen auf bis zu 100 erhöht werden“, teilte die Behörde weiter mit. Dies hätten die ADD und derJugendherbergsverband Rheinland-Pfalz/Saarland vereinbart.

Mit dem Umzug der 50 Afa-Bewohner reagiert das Land auf die angespannte Corona-Lage. „Die derzeitige allgemeine Corona-Infektionslage in allen Bereichen des öffentlichen Lebens lässt sich nur mit noch mehr Abstand beherrschen. Wir möchten verhindern, dass es in Trier erneut zu mehr Infektionen in der Afa kommt, und die Bewohnerinnen und Bewohner deshalb mit mehr Abstand unterbringen. Die Jugendherbergen dürfen derzeit keine Gäste aufnehmen und profitieren so ebenfalls von der kurzzeitigen Belegung“, sagte ADD-Vizepräsidentin Begoña Hermann.

Alle Personen, die kurzzeitig in die Jugendherberge Trier umziehen, sind laut ADD schon länger in der Einrichtung. Der Sozialdienst und der Wachdienst der Afa Trier würden bis zum 4. Januar auch in der Jugendherberge eingesetzt, so dass eine sichere Betreuung der Menschen für den gesamten Zeitraum gewährleistet sei.

„Wir unterstützen das Vorgehen der ADD und haben in Trier wiederholt bewiesen, dass wir an der Seite der Menschen stehen, die unsere Hilfe brauchen. Deshalb hat der Stadtrat mit großer Mehrheit eine Resolution verabschiedet, die unseren Willen zur umfassenderen Aufnahme von geflüchteten Personen unterstreicht“, sagte Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe.

Aktuell leben in der Afa in Trier fast 500 Menschen. „Wenn wir jetzt die Jugendherberge für Familien und allein reisende Frauen nutzen können, haben wir mehr Platz zum Entzerren in der Afa und können das Ansteckungsrisiko durch stärkere räumliche Trennung reduzieren“, stellte ADD-Vizepräsidentin Hermann fest.