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Sieben Straßenprojekte auf einen Streich

Sieben Straßenprojekte auf einen Streich

Zwei Brücken werden saniert, zwei Straßenabschnitte und eine Anschlussstelle ausgebaut, eine Fahrbahn angebaut und eine ummarkiert. Mit einem zwölf Millionen Euro teuren Maßnahmenpaket will der Landesbetrieb Mobilität (LBM) die Strecke von der Biewertalbrücke (A 64) bis zur Ehranger Moselbrücke (B 52) ertüchtigen.

In wenigen Wochen will der LBM Koblenz mit einem umfangreichen Neubau- und Sanierungspaket auf der wichtigen Verkehrsader A 64/B 52 nördlich und westlich von Trier beginnen. Nicht weniger als sieben Ausbauprojekte sind auf einem knapp zehn Kilometer langen Streckenabschnitt vorgesehen, beginnend in Höhe des Ortes Trierweiler und endend an der Moselbrücke in Trier-Ehrang. Die Gesamtkosten werden auf rund zwölf Millionen Euro geschätzt. Die Arbeiten sollen im Juni mit der Sanierung der Eisenbahnbrücke in Ehrang beginnen. Teuerste und auch zeitlich aufwändigste Einzelmaßnahme ist die Sanierung der Moselbrücke Ehrang mit rund 5,6 Millionen Euro.

Nachfolgend eine Erläuterung der Einzelmaßnahmen mit Angaben zur Bauzeit, den Kosten und möglichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Projekte (Ziffern 1 bis 7 auf der Grafik) sind numerisch so angeordnet, wie sie der Autofahrer auf der Fahrt von der luxemburgischen Grenze bis zum Moseltal in Trier-Ehrang beim Blick aus seinem Fahrzeugfenster registrieren würde.

1. Fahrbahnsanierung A 64: Zwischen Sauertalbrücke und Anschlussstelle Trier wird in Fahrtrichtung Luxemburg ein drei Kilometer langer Abschnitt saniert. Baubeginn: Juli 2011, Bauzeit: rund sechs Wochen. Kosten: etwa 600 000 Euro. Verkehrsführung: Während des Baus stehen die Fahrspuren in beide Richtungen nur eingeschränkt zur Verfügung.

2. Anbau zweite Fahrbahn A 64: Zwischen der Biewertalbrücke und dem Parkplatz Dicke Buche in Fahrtrichtung Trier. Die Rodungsarbeiten entlang der brach liegenden Trasse sind erledigt, im Juni schließen sich laut LBM noch Felssicherungsarbeiten an. Die Hauptarbeiten sollen im August beginnen. Bauzeit: bis 2011/2012. Kosten: rund 3,5 Millionen Euro. Der Verkehr werde durch den Anbau nur gering beeinträchtigt, so der LBM.

3. Ummarkierung A 64/B 52: Zwischen der Dicken Buche und der Anschlussstelle Ehrang soll durch Ummarkierung eine zweite Bergabspur geschaffen werden. Damit erfüllt der LBM eine Forderung von Pendlern und Kreispolitikern, etwas gegen die Staus im Feierabendverkehr zu unternehmen. Aus Sicherheitsgründen hatte der LBM nach der Sanierung der Gefällstrecke ein Überholverbot erlassen. Vorher durften LKW und langsamere PKW talwärts überholt werden. Die Detailplanung für die vierstreifige Fahrbahnmarkierung ist noch nicht abgeschlossen.

4. Sanierung der Eisenbahnbrücke Ehrang: Die Bauarbeiten sollen im Juni beginnen und während der Sommerferien intensiviert werden. Dauer: zwölf bis 14 Wochen. Kosten: rund eine Million Euro. Verkehrsbeschränkung: einstreifige Verkehrsführung in beide Richtungen auf der B 52, Sperrung der Auffahrt B 53/B 52 Richtung Luxemburg.

5. Instandsetzung Fahrbahn zwischen Eisenbahnbrücke und Moselbrücke: Deck- und Bindeschicht der Fahrbahn sollen bis circa 200 Meter vor der Moselbrücke erneuert werden. Dauer: rund vier Wochen, Kosten rund 200 000 Euro. Verkehrsbeschränkung: jeweils eine Spur in beide Richtungen auf der B 52 bis vor die Moselbrücke als Verläng erung der bereits bestehenden Baustelle "Eisenbahnbrücke".

6. Ausbau der Anschlussstelle Ehrang: Folgeprojekt des Ausbaus der Eisenbahnbrücke Ehrang. Baubeginn: voraussichtlich Juli 2011, Dauer rund 16 Wochen. Verkehrsbeschränkung: jeweils einspurige Verkehrsführung über die Eisenbahnbrücke bis vor die Moselbrücke. Sperrung der Auffahrt B 53/B 52 in Fahrtrichtung A 602. Kosten: rund 1,1 Millionen Euro.

7. Instandsetzung Moselbrücke Ehrang: Die Sanierung soll in den Jahren 2012 und 2013 erfolgen und rund 5,6 Millionen Euro kosten. Weil die Arbeiten an dem Nadelöhr Ehranger Brücke mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden sind, sollen sie auf keinen Fall mit den Sanierungsarbeiten an der B 51 zwischen Kaiser-Wilhelm-Brücke und Fachhochschule zusammenfallen. Dafür muss die B 51 gesperrt werden. Zeitlich soll dieses Projekt, für das die Stadt Trier verantwortlich zeichnet, nach der Sanierung der Eisenbahnbrücke und dem Ausbau der Anschlussstelle bei Ehrang in Angriff genommen werden, jedoch vor Beginn der Moselbrückensanierung abgeschlossen sein.