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Trierer Komödschie führt Theaterstück "Ich krieg nen Affen" auf

Trierer Komödschie : Von dominanten Damen und hilflosen Herren

Zehn Jahre Trierer Komödschie, das sind zehn Jahre Lachtränen über Skandälchen und Skandale, Malaisen und Grimassen, Bredouillen und Schlamassel. Diesmal gab es ein echt tierisches Vergnügen.

„Ich weiß gar nicht, wie dat passieren konnt“, stellt Tina Richter zu Anfang des neuen Stücks „Ich krieg nen Affen“ fest: Das Trierer Komödschie kann seinen zehnten Geburtstag feiern.

„Am Anfang stand eine Zeitungsannonce von Heinz Roland“, erinnert sie sich im Gespräch mit dem TV. Der Trierer Karnevalist bot Drehbuch und Bühne, nur die Truppe fehlte noch.

So mobilisierte Tina Richter kurzerhand ihren Freundeskreis, darunter auch die Komödschie-Urgesteine Ralph Adrian und Gudrun Brode, die dieses Jahr als wortgewaltig-dominante Mutter Ilse und als unter ihrer Fuchtel stehendem einsilbigen Gatten Franz glänzen.

Im zweiten Jahr war es bereits an Tina Richter, Regie zu führen; fehlten Mitspieler, so hörte sie sich einfach mal in der Trier-Süder Kneipe Beim Pit um. „Unsere Truppe ist richtig klasse“, freut sie sich. „Alle sind mit Freude dabei und wollen weitermachen.“

Dies bedeutet für die Darsteller Text lernen und wöchentliche Proben ab November. „Den ganzen Sommer über lese ich Drehbücher“, sagt Tina Richter lachend. „Wenn wir uns dann zum Grillen treffen, habe ich in Gedanken schon die Rollen verteilt.“

Das jüngste Mitglied des Komödschie, Selina Lehnertz, ist in ihrem zweiten Jahr eine entzückende grüne Fee mit Kicheranfällen und scheinbaren Kommunikationsproblemen. „Ich freue mich, dass ich wieder dabei sein kann“, sagt sie.

Angelika Edmond, Ex-Ehefrau Claudia des Protagonisten in Nöten (köstlich leidend als Alfred: Eugen Lehnertz), setzte zum Vergnügen des Publikums ihre Idee um, die Rolle auf Trierer Platt zu spielen: „Sei endlich mal en richtijen Hautz!“, blafft sie ihren Ex an, dem vor Mama mal wieder die Gesichtszüge entgleisen.

Auch Alfreds aktuelle Ehefrau Rosi (mit echten Rampensau-Qualitäten: Jutta Scharff) muss nur streng gucken, um den Gatten in den Senkel zu stellen. Da wundert es nicht, dass dieser lieber mit seinem Affen Bruffzi (echt tierisch: Werner Lieberz) kuschelt und auch der etwas steife Seelenklempner (amüsant freudianisch: Heike Amidon) angesichts dieses schweren Falls ratlos ist.

„Herrlich, einfach herrlich“, schwärmt Manuela Dres, die in der ersten Reihe einen Lachanfall nach dem nächsten bekommt. „Wir sind eine ganze Clique und kommen jedes Jahr wieder gerne.“

Weitere Mitwirkende: Monika Rietz, Klaus Schenten, Lina und Carlo Secondulfo, Uli Seibert