Wie Parfum zum Trinken

Von 722 Produkten insgesamt, kamen 218 Produkte allein aus der Region Koblenz-Trier. Bei der 12. Edelbrandprämierung in der Orangerie des Nell's Park Hotels wurden einige regionale Tröpfchen mit Preisen ausgezeichnet. Den Staatsehrenpreis ergatterte Ludwig Faber aus Ferschweiler.

 Sind die stolzen Preisträger der Ehrenpreise (von links nach rechts): Jörg Blenz, Pommern (Ehrenpreis des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau), Steffi Klöckner, Birkenhof-Brennerei Nistertal (Ehrenpreis des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau) und Ludwig Faber, Ferschweiler (Staatsehrenpreis des Ministeriums). TV-Foto: Mandy Radics

Sind die stolzen Preisträger der Ehrenpreise (von links nach rechts): Jörg Blenz, Pommern (Ehrenpreis des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau), Steffi Klöckner, Birkenhof-Brennerei Nistertal (Ehrenpreis des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau) und Ludwig Faber, Ferschweiler (Staatsehrenpreis des Ministeriums). TV-Foto: Mandy Radics

Trier. (MRA) Himbeere, Erdbeere, Holunder. Oder darf es lieber ein Schlückchen Bierbrand, Kastanien- oder Kürbisgeist sein? Die Auswahl fiel bei so vielen außergewöhnlichen und guten Tropfen sicher schwer. Doch letztendlich standen die Sieger bei der 12. Edelbrandprämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz in der Orangerie des Nell's Park Hotels fest. Aus ganz Rheinland-Pfalz gab es 722 eingereichte Produkte aus 117 Betrieben. Davon kamen allein 218 Produkte aus der Region Koblenz-Trier. Das Besondere in diesem Jahr: Erstmals waren Exoten aus nicht heimischen Produkten und Liköre mit Zucker und aromatisiert zur Bewertung zugelassen worden.

Insgesamt holte die Region Koblenz-Trier 46 mal Gold, 69 mal Silber und 60 mal Bronze. Den Staatsehrenpreis des Landes ergatterte Ludwig Faber aus Ferschweiler (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Er ist bereits ein alter Hase auf diesem Gebiet, denn seine Brennerei holt den Preis nun schon zum siebten Mal. "Mein Vater hat den Preis dreimal erhalten, ich habe ihn nun zum vierten Mal bekommen", erklärt Faber. Und darauf ist er stolz. "Es bestätigt mich und zeigt mir, dass immer noch Wert auf Qualität gelegt wird." Sein Geheimnis: Man müsse innovativ sein und erkennen, was den Kunden schmecken könnte. Dazu gehören beispielsweise Kreationen wie Holunder-, Himbeer- oder Bierbrand.

Zwei weitere Ehrenpreise, gestiftet vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, gingen an die Edeldestillerie Jörg Blenz aus Pommern (Kreis Cochem-Zell) und die Birkenhof-Brennerei Nistertal aus dem Westerwald, vertreten durch Steffi Klöckner, die mit Begeisterung über ihre Arbeit berichtet. "Das besondere an uns ist, dass wir sehr innovativ sind."

So gibt es bei der Birkenhof-Brennerei außergewöhnliche Schlückchen wie Möhrenbrand mit Honig oder Salbei- und Basilikumgeist. Steffi Glöckner: "Es ist wirklich Parfum zum Trinken, weil man es schafft, Aromen zu isolieren und zu konzentrieren."

Auch bei der Prämierung der fünf Siegerbrände sind die drei Ehrenpreisträger dabei. Außerdem wird aus der Region die Edelobstbrennerei Karl Jücker aus Paschel mit ihrem Williams Christ ausgezeichnet.

Abschließend wurden auch die zehn besten Betriebe ausgezeichnet. Auch hier ist die Region vertreten mit Brennerei Ludwig Faber, Ferschweiler; Brennerei Hermann Berweiler, Klüsserath; Brennerei Sewenig, Müden; Brennerei Peter Greif, Tawern; Eifeler Obstbrennerei Bernhard Zender, Wolsfeld; Brennerei Bohrshof, Welschbillig und Brennerei Ernst Fögen, Spangdahlem.

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