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Umwelt
Sägen, schneiden, Spaß haben

Wer kann am besten mit der Motorsäge umgehen? Bei der Waldarbeitsmeisterschaft traten die besten gegeneinander an. Doch nur zwei waren die Sieger.
Wer kann am besten mit der Motorsäge umgehen? Bei der Waldarbeitsmeisterschaft traten die besten gegeneinander an. Doch nur zwei waren die Sieger. FOTO: Forstamt Quint
Trier. Ein Besuchermagnet ist jedes Jahr der Meulenwaldtag. Kein Wunder, denn das Angebot reicht  von einer Waldarbeitsmeisterschaft über Führungen und einem Quiz bis hin zu einem Theaterstück. Das Fazit der Besucher lautete denn auch: ganz große Klasse.

Schönstes Sommerwetter lockte Jung und Alt an das Forstamt Trier in Quint. Das Motto am Meulenwaldtag lautete Wald nicht ohne Waldarbeit. Bei der Waldführung informiert Revierleiter Joachim Haupert: „Ohne Waldarbeit, ohne die Pflanz-, Pflege- und Schutzmaßnahmen, ohne nachhaltige Holzernte, um das Wachstum zu fördern, hätten wir unsere vielfältigen und reichen Wälder nicht.“

Höhepunkt des Tages war die Waldarbeitsmeisterschaft in der Meulenwaldarena. Vier Teams zu je zwei Forstwirten zeigten im Wettbewerb ihre Fähigkeiten an der Motorsäge. Beim Präzisionsschnitt, dem Scheiben sägen, dem Entasten und der Zielfällung waren die Forstwirtschaftsmeister des Forstamtes Saarburg, Christoph Rossler und Dietrich Harder, am besten. Sie gewannen den ersten Platz und somit eine Fahrt mit dem Heißluftballon.

Auf den weiteren Plätzen folgten Marius Clüsserath und Thomas Feider vom Forstamt Hochwald. Dahinter Tobias Lorscheider und Timo Emrich vom Kompetenzzentrum Waldtechnik Landesforsten (KWL) in Hermeskeil sowie Eike Straube und Michael Grossmann (der auch als Sägekünstler das Publikum mit seinen kunstvollen Holzfiguren erfreute) vom Team Steinborn.

Bei der Siegerehrung zollte Forstamtsleiter Gundolf Bartmann den Teilnehmern des Wettbewerbes Respekt: „Das war eine Demonstration der hohen Anforderungen an Qualität und Leistung, die Sie als Forstwirte täglich leisten- und das vor einem so zahlreichen Publikum“!

Größte Beliebtheit errang der WF-trac von Forstunternehmer Marco Reuter aus Kordel. Die Besucher hatten nun mal selbst die Gelegenheit, diese moderne Maschine (unter Anleitung und Aufsicht) zu bedienen. Selbst Bundesjustizministerin Katarina Barley, ließ es sich nicht nehmen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Gewohnt im Bohren dicker Bretter konnte sie nun mal richtig was bewegen – was ihr auch richtig Spaß bereitete. Die kleinen Besucher waren nicht nur begeistert von den Forstmaschinen und dem Bogenschießen mit den St. Sebastianus Schützen Trier, sondern vor allem vom Niedrigseilparcours.

Wie auf einem Ameisenhaufen tummelten die Kinder über diesen Parcours. Ganz in den Bann zog Groß und Klein das Theaterstück des Puppentheaters Kussani. Beim Waldquiz konnten die Besucher unter Beweis stellen, was sie an diesem Tag über Holzvollernter, Einsatzmöglichkeiten von Drohnen, berufliche Perspektiven in der Forstwirtschaft, die „Aktion Grün“ zur Verbesserung der Lebensräume und Erhaltung der Artenvielfalt sowie über regionale und gesunde Ernährung gelernt hatten.

Zur Sicherheit erkundigte sich Claudia Buschmann aus Trier noch mal beim Stand des Imkers Christoph Postler aus Riol: „Welches Tier ist besonders wichtig für die Produktion von Tannenhonig? Die Blattlaus, der Schwarzspecht oder der Tannenhäher“?

So gab es an den weiteren Ständen viele Informationen zum Ökosystem Wald und den darin lebenden Arten. Claudia Buschmann zeigte sich bei der Abgabe ihres ausgefüllten Waldquizbogen begeistert: „Super tolle Stimmung, entspannte Leute in einem richtig schönen Ambiente. Wir hatten heute sehr viel Spaß, und ich habe auch noch viel dazugelernt“. Ihre Kinder waren ebenso begeistert und hielten den Daumen hoch. „Wir sind Freunde des Waldes“!