1. Region
  2. Vulkaneifel

Busbahnhof Daun Mehrkosten für die Stadt

ÖPNV : Zentralen Busbahnhof soll endlich eine Toilettenanlage bekommen

Lange geplant, aber das Projekt „Stilles Örtchen“ wird teurer als geschätzt. Das letzte Wort hat der Stadtrat.

Man hat sich längst dran gewöhnt, an die Umgestaltung des  Michel-Reineke-Platzes als zentrale Bushaltestelle in Daun. Die Überlegungen zur Neukonzipierung starteten schon 2007, es dauerte aber dann doch noch bis Ende 2018, bis der runderneuerte Platz eingeweiht wurde. Seitdem können mehrere Busse gleichzeitig abgefertigt werden, zwischen den beiden Fahrspuren ist eine große Mittelinsel für die Fahrgäste entstanden. 1,1 Millionen Euro hat die Umgestaltung gekostet.

Was aber immer noch fehlt: eine Toilette. Die war zwar geplant, auch ein Standort schon ausgeguckt und die erforderlichen Anschlüsse gelegt. Allerdings klappte es nicht mit der zeitnahen Umsetzung des Vorhabens, weil das Finanzbudget es nicht mehr hergab. Weil es vor allem am Wochenende keine Toilette gibt, hat schon für Beschwerden gesorgt.

Die Stadt hat am dem Wunsch festgehalten, denn für die Verantwortlichen gehört ein solcher Service zu einem modernen zentralen Busplatz. Nun ist Land in Sicht: In der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses der Stadt stand das Projekt erneut auf der Tagesordnung. Es wurde informiert, dass zwei Firmen haben Angebote abgegeben, das günstige beläuft sich auf rund 70 000 Euro. Das zweite Angebot war fast 30 000 Euro teurer. In den 70 000 Euro sind die Bauarbeiten allerdings nicht enthalten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 80 000 Euro und liegen damit gut 20 000 Euro höher als ursprünglich geschätzt. Der Ausschuss hat die Auftragsvergabe für die Toilettenanlage beschlossen, allerdings hat der Stadtrat das letzte Wort, muss er doch in seiner nächsten Sitzung über die höhere Ausgabe entscheiden.