FEUERWEHR

SCHWELBRAND: Zum Jahresende war es nachts in der Heizung eines Einfamilienhauses in Gerolstein zu einer Verpuffung gekommen, weil durch einen Schwelbrand der Brenner komplett verschmort war.

Der Kellertrakt zog voller Qualm. In der Heizung schmorte es weiter. Die schlafenden Eigentümer wurden vom schrillen Ton der Brandmelder aus dem Schlaf gerissen. Die Gerolsteiner Wehr wurde alarmiert und rückte mit zehn Kräften aus. Zwei Feuerwehrmänner gingen mit Atemschutzgeräten in den Keller, löschten den Schwelbrand und öffneten alle Fenster. Wehrführer Andreas Hoffmann meint rückblickend: "Die Brandmelder haben Schlimmeres verhindert, wenn nicht sogar Leben gerettet." Er empfiehlt allen Hausbesitzern, Brandmelder zu installieren. "Sie sind ab zehn Euro zu haben, aber dabei ist auf ein Prüfzeichen zu achten", sagt Hoffmann. Für Nachfragen stehe jede Feuerwehr zur Verfügung.FEHLALARM: Am späten Nachmittag des selben Tags wurden die Gerolsteiner Feuerwehr, die Polizei, der Notarzt und die Rettungswagen des Roten Kreuzes über die Trierer Leitstelle alarmiert, weil am Gerolsteiner Stadtrand eine Scheune in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern brenne. 40 Rettungskräfte waren mit einigen Einsatzfahrzeugen ruckzuck vor Ort, aber weder eine Scheune noch ein Feuer waren zu sehen. Rückfragen zu der genauen Örtlichkeit bestätigten, dass sie richtig sein müssten. Dann aber konnte ein älterer Mann, der den Notruf auslöste, ermittelt werden. Er wohnt in einem der zwei Mehrfamilienhäuser, zu denen der ehemalige Aussiedlerhof umgebaut wurde. Wehrführer Hoffmann: "Er hatte im Fernsehen eine brennende Scheune gesehen und weil er sowohl betrunken als auch verwirrt war, hat er geglaubt, er habe aus dem Fenster geschaut und dort das Feuer gesehen." Der Notarzt untersuchte den Mann. Wer die Kosten für den Einsatz zu tragen hat, ist noch unklar. Diese Entscheidung wird im Gerolsteiner Rathaus gefällt. (vog)

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