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Hartplatz in Niederstadtfeld wird für rund gut 43♦000 Euro saniert

Freizeit : Hartplatz in Niederstadtfeld wird für rund 43♦000 Euro saniert

Der Auftrag geht an die Firma Cordel aus Wallenborn. Der VG-Rat stimmt den Mehrkosten für den Erweiterungsbau der Verwaltung zu.

(sts) Ein Problem, das bei vielen Hartplätzen auftritt: Häufig ist der Belag nach jahrelanger Beanspruchung so stark abgenutzt, dass das Wasser nicht mehr ablaufen kann, und wenn es richtig trocken ist, entsteht viel Staub. So ist es auch mit dem 1986 gebauten Platz in Niederstadtfeld, der 2005 letztmals auf Vordermann gebracht worden war.

Im Herbst vergangenen Jahres wurde im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Verbandsgemeinde (VG) Daun über eine Modernisierung diskutiert. Drei Varian­ten wurden vorgestellt: Sanierung des derzeitigen Hartplatzes oder eine Umwandlung in einen Rasen- oder einen Kunstrasenplatz. Zur Realisierung der Variante Kunstrasen hätte man aber mit geschätzten Kosten von rund 780 000 Euro tief in die Tasche greifen müssen. Über Kunstrasen war in jüngster Vergangenheit kontrovers diskutiert worden.

So wurde berichtet, dass Kunstrasenplätzen mit Mikroplastik-Granulat wegen angeblicher Gesundheitsrisiken ein Verbot drohe. Die Europäische Kommission stellte aber klar, dass sie kein Verbot solcher Anlagen plane.

Der Ausschuss beschloss im September 2019 einstimmig, den Hartplatz noch einmal zu sanieren. Nun hat der Rat der Verbandsgemeinde Daun in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag für die Sanierung an die Firma Cordel aus Wallenborn vergeben. Kosten: knapp 43 000 Euro. Mit den etwa sechs Wochen dauernden Arbeiten soll Mitte Juli begonnen werden.

Breiten Raum nahm in der Ratssitzung die Diskussion um den Anbau an das Nebengebäude der Verbandsgemeinde (Sitz der VG-Werke) ein. Der sollte ursprünglich mal 880 000 Euro kosten, mittlerweile sind die Kosten aber bei rund knapp 1,2 Millionen Euro angelangt.

Dem Rat wurde die Kostensteigerung detailliert dargestellt, aber so richtig wohl war den wenigsten dabei angesichts der Entwicklung. Friedhelm Marder, CDU-Ratsmitglied und Dauner Stadtbürgermeister, plädierte gar für einen Baustopp, aber am Ende, nach weit mehr als einer Stunde, fand sich doch noch eine Mehrheit.

Der VG- Rat stimmte den zusätzlichen Ausgaben von 312 000 Euro für den Umbau und die Erweiterung des Nebengebäudes der Verbandsgemeindeverwaltung (einschließlich barrierefreiem Sitzungsraum) zu – wenn auch wohl bei den meisten Ratsmitgliedern mit „flauem Gefühl“ oder „Bauchschmerzen“.