Kreisparkasse Vulkaneifel schließt vier Filialen

Kreisparkasse Vulkaneifel schließt vier Filialen

Die Kreisspakasse Vulkaneifel schließt zum 31. Dezember vier ihrer 13 Filialen. Davon betroffen sind die Eifelgemeinden Mehren, Lissendorf, Dreis und Neroth.

Die Veränderungen in der Landschaft der deutschen Finanzdienstleister machen auch vor dem Kreis Vulkaneifel nicht halt: Die Kreissparkasse wird vier Filialen zum Jahresende schließen. Betroffen sind die Geschäftsstellen in Lissendorf (Verbandsgemeinde Obere Kyll), Neroth (Verbandsgemeinde Gerolstein), Dreis und Mehren (beide in der Verbandsgemeinde Daun).

Ein Personalabbau ist damit nicht verbunden: Die Lissendorfer Filialleiterin wird ab 2017 in der Filialdirektion Obere Kyll in Jünkerath arbeiten, der Leiter der Filialen Neroth, Mehren und Dreis-Brück in der Hauptstelle in Daun. Der KSK-Vorstandsvorsitzende Dietmar Pitzen erklärte, die Ein-Mann-Filialen seien "betriebswirtschaftlich nicht mehr darstellbar".

Immer mehr Kunden hätten auf Onlinebanking umgesattelt und immer mehr Kontakte würden über die Filialdirektionen abgewickelt. Zudem zwinge die Niedrigzinsphase alle Geldinstitute, so wirtschaftlich wie möglich zu handeln, erklärte Pitzen. Berthold Crump, 1. Beigeordneter der Gemeinde Lissendorf, bedauerte im TV-Gespräch die Filialschließung, völlig überraschend sei sie aber nicht. "Wir haben es fast schon geahnt, aber die Zahlen für die Geschäftsstelle Lissendorf waren leider so, dass eine Aufrechterhaltung betriebswirtschaftlich wohl nicht mehr zu vertreten gewesen wäre."

Ab 2017 wird die KSK noch neun Filialen im Kreisgebiet haben, hinzu kommen drei SB-Geschäftsstellen. Zudem ist die mobile Geschäftsstelle unterwegs, sie wird unter anderem drei Mal pro Woche in Lissendorf und zwei Mal pro Woche in Mehren, Neroth und Dreis-Brück Station machen.

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