Autohaus Mais-Glandien aus der Eifel stellt weltweit bestes Service-Team

Auszeichnung : Ein Service-Weltmeister aus Pronsfeld

Weltweit haben sich 2402 Audi-Werkstätten am sogenannten Twin Cup des Autokonzerns beteiligt. Das beste Service-Team kommt aus der Region: das Autohaus Mais-Glandien aus Pronsfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm).

Die Freude beim Autohaus Mais-Glandien in Pronsfeld ist groß. Vor wenigen Tagen hat das Service-Team des Eifeler Unternehmens den ersten Platz beim Audi-Twin-Cup in der Kategorie Service belegt. Katja Funk, Heike Jänen und Dennis Schmitz überzeugten bei den vorgelegten Aufgaben und waren unter 29 internationalen Mannschaften die beste. Für die zwei Firmenchefs Rainer und Harald Glandien ist das ein großartiger Erfolg. Das Autohaus wurde bereits 1939 gegründet, seit 1950 ist Mais-Glandien VW-Partner und seit den 70er Jahren auch Audi-Vertragshändler.

Die Konzern-internen Wettbewerbe gehören bei Mais-Glandien schon lange dazu. Der nationale Twin Cup von Audi wird seit 19 Jahren veranstaltet. Und schon sieben Mal waren Mitarbeiter aus Pronsfeld für die deutsche Meisterschaft dabei. In diesem Jahr hatte sich das Team unter fast 700 Werkstätten für die Endausscheidung in ­Neckarsulm qualifiziert. Für zehn Teams aus Deutschland ging es dort um den nationalen Titel und die Teilnahme an der weltweiten Meisterschaft. Im Gegensatz zur WM gab es hier den Titel für ein gemeinsames Service-Team und ein Technik-Team. Aus Pronsfeld waren im Bereich Technik Torsten Brink, Christian Fiedler, Andreas Gielen und Sascha Dahm am Start. Und Mais-Glandien schaffte dabei etwas, was bisher noch keinem Vertragshändler gelungen war. Man verteidigte den deutschen Meistertitel aus dem Vorjahr. Rainer Glandien: „Zwei Meistertitel hintereinander gewinnen, das gab es noch nie. Der Titelträger wird nämlich im nächsten Jahr mit einem Handicap belegt, so ist es noch schwerer, zu gewinnen.“

Bei der deutschen Meisterschaft gibt es eine gemeinsame Auszeichnung für das Unternehmen (Service + Technik), bei der Weltmeisterschaft werden beide Bereiche einzeln vergeben und zudem gibt es auch einen Gesamtsieger, der in beiden Kategorien am besten abgeschnitten hat.

Die Mannschaft aus der Eifel hatte sich gut eingestellt. Torsten Brink: „Natürlich bereitet man sich im Betrieb auf die Aufgaben vor. Das Team muss beim Wettbewerb als Einheit funktionieren, die Abläufe müssen klar definiert sein.“ Zur Vorbereitung hatte die Firma sogar einen externen Trainer engagiert. Katja Funk vom Service-Team: „Doch auch das persönliche Engagement ist groß. Im vergangenen Jahr waren wir auch für die WM qualifiziert, haben aber die Aufgabe nicht in der vorgesehenen Zeit geschafft.“ Damit war der Ehrgeiz geweckt, diesmal waren die drei aus der Eifel von keinem der anderen Teams aus 29 Nationen zu schlagen. Neben Fragen und Geschicklichkeitsaufgaben mussten die Service-Teams eine ­Fahrzeugannahme eines Audi A 8 vorbildlich meistern, und die Vorführung des Assistenzsystems wurde bewertet. Das Technik-Team musste bei einem A 8 auf Fehlersuche gehen – bei den Pronsfelder Techniker war es ein Getriebedefekt und die gestengesteuerte Heckklappe, die einen Funktionsfehler hatte. In der Gesamtwertung, aus beiden Bereichen, schaffte es das Autohaus Mais-Glandien auf Platz sieben, das Team aus Japan wurde erster.

Konzentriert bei der Teamarbeit: Torsten Brink, Katja Funk, Heike Jänen, Dennis Schmitz und Sascha Dahm (von links). Foto: Mais-Glandiien/FOTO WEINRETTER.de

Die Qualifikation für Deutsche Meisterschaft 2020 läuft bereits. Auch diesmal wird sich ein Team aus den 72 Mitarbeitern (zehn Azubis) beteiligen. Schließlich hat man Titel zu verteidigen und bei sieben Deutschen Meisterschaften und drei Weltmeisterschaften waren die Pronsfelder schon dabei.

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