Bitburger Gruppe beteiligt sich an Spenden-Startup Share

Unternehmen : Das Unternehmen Bitburger steigt bei Spenden-Start-up Share ein

Die Bitburger Holding beteiligt sich an dem Berliner Start-up Share. Das Besondere an dem jungen Unternehmen: Es verkauft Mineralwasser, Schokolade, Nussriegel oder Handseifen und spendet einen Teil des Umsatzes an soziale Projekte.

Die Bitburger Ventures, eine Tochter der Bitburger Holding (siehe Extra), übernimmt rund 20 Prozent Unternehmensanteile von Share, angeblich für einen einstelligen Millionenbetrag. Bisher hat die Nachricht eher in der Fachpresse Aufmerksamkeit gefunden. Zuerst berichtete die Lebensmittelzeitung von dem Abschluss.

Das Unternehmen Share wurde 2017 von Iris Braun, Sebastian Stricker, Ben Unterkofler und Tobias Reiner gegründet und ist seit März 2018 am Markt. Mit den bisher 34 Artikeln ist man in rund 5000 Filialen von Rewe und dm gelistet. Über Rewe to go gibt es die Share-Produkte zudem in rund 500 Aral-Tankstellen und darüber hinaus in luftiger Höhe, bei Eurowings. Share-Chef Sebastian Stricker erklärt dem TV die Philosophie des Unternehmens: „Unser 1+1 Prinzip ist ganz einfach: Mit dem Kauf eines Produkts tust du dir etwas Gutes und hilfst gleichzeitig einem Menschen in Not. Jeder Bio-Nussriegel spendet eine Portion Essen, jede Handseife spendet ein Stück Seife und jede Flasche Wasser spendet einen Tag Trinkwasser.“

Das Share-Gründerteam Iris Braun, Sebastian Stricker, Ben Unterkofler und Tobias Reiner (von links). Foto: share/Lutz Richter

Die geförderten Projekte können die Kunden auf der Seite des Unternehmens verfolgen. Ein Ticker listet auf: Mehr als vier Millionen Portionen Essen verteilt, mehr als zehn Millionen Tage Trinkwasser gesichert und weit über zwei Millionen Seifen ausgegeben. Und die jüngsten, exklusiven Zahlen machen den Firmenchef besonders stolz: „In der vergangenen Woche wurde alle zwei Sekunden ein Produkt geteilt.“

Stricker: „Wir haben 60 Brunnen in Dürregebieten gefördert, Seifen in Bangladesh oder Myanmar verteilt und Menschen, die sich kein Essen leisten können, geholfen. Darüber freut sich die Berliner Tafel ebenso wie die Welthungerhilfe. „Teilen ist unsere Mission“, erklärt Sebastian Stricker, der zuvor als Entwicklungshelfer und Unternehmensberater gearbeitet hat. Für Bitburger, das Familienunternehmen aus der Eifel, ist die soziale Ausrichtung ein Grund, um bei Share einzusteigen. Matthäus Niewodniczanski, Geschäftsführer der Bitburger Holding: „Wir beteiligen uns an hochinnovativen Start-ups, die mit neuartigen Geschäftsmodellen und Produktlösungen die aktuellen Bedürfnisse der Kunden erkennen und eine bessere und nachhaltige Zukunft mitgestalten wollen. Share greift mit ihrem eingängigen 1+1 Prinzip den Trend nach Konsum mit sozialem Nutzen aus unserer Sicht sehr gut auf.“ Für das junge Unternehmen ein wichtiger Schritt, wie Stricker betont. Mit dem Einstieg von Bitburger und Gerolsteiner hoffen die Verantwortlichen auch auf einen neuen Schub.

Das sieht auch Matthäus Niewodniczanski so: „Wir sehen in Share vielfältige Wachstumspotenziale und freuen uns, das Start-up auf dem Weg zu einer gesellschaftlich verantwortlichen Konsumgütermarkte unterstützen zu können.“ Die Bitburger Gruppe verstehe sich als langfristig orientierter Investor, der die Start-ups mit den Expertisen und Netzwerken der Bitburger Unternehmensgruppe unterstütze. „Die operative und strategische Verantwortung liegt natürlich in der Hand der jeweiligen Start-ups“, so der Holding-Chef.

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