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Uni-Leben: Grenzerfahrungen für Studenten

Uni-Leben: Grenzerfahrungen für Studenten

Vier Länder, sechs Partneruniversitäten, viele Möglichkeiten: Die Universitäten Trier, Lüttich, Luxemburg, des Saarlandes, Lothringen sowie die Technische Universität Kaiserslautern machen den Verbund "Universität der Großregion" aus. Studierende dieser Hochschulen können kostenfrei an den Partnerhochschulen lernen und dort sogar Prüfungen ablegen.

Trier. Eine Studentin der Uni Trier macht rund hundert Kilometer weiter an der Uni des Saarlandes in Saarbrücken einen notwendigen Schein. Möglich macht dies die "Universität der Großregion", abgekürzt UniGR.
TV-Serie Studieren in Trier


Zufällig war der Studentin das grenzüberschreitende Angebot in die Hände gefallen. Das erzählt sie in einem Video auf der UniGR-Internetseite. Es sei interessant, an verschiedenen Standorten studieren zu können, ohne dabei die Hochschule wechseln zu müssen, sagt sie. Die notwendige kostenlose Einschreibung als Zweithörerin an der saarländischen Uni sei unkompliziert gewesen. Und mit dem Semesterticket konnte sie sogar bis nach Saarbrücken fahren. Die Zeit im Zug habe sie zum Lernen genutzt.
Möglich macht das Uni-Hopping das Netzwerk (siehe Extra). Laut Guido Käsgen, Leiter der Abteilung für studentische Angelegenheiten, können Studierende fast alle angebotenen Aktivitäten der Partnerunis wahrnehmen. "Hierzu zählen neben den normalen universitären Veranstaltungen wie Vorlesungen und Seminare auch die meisten Sport- und Sprachkurse sowie die Veranstaltungen der Graduiertenzentren oder anderer universitärer Anbieter", sagt Käsgen.
Wer nicht ein komplettes Semester an einer Lehrveranstaltung an einer Partnernuni studieren möchte, kann laut UniGR-Referentin Carola Hodyas auch "schnuppern".
Auf die Frage, wie viele Studierende bislang die Möglichkeiten der Universität der Großregion genutzt haben, antworten sowohl Käsgen als auch Hodyas zurückhaltend. "Die Zahl ist momentan noch nicht sehr aussagekräftig, da zwischen den Partneruniversitäten zum Teil erhebliche Distanzen zurückzulegen sind und es beispielsweise in Deutschland auch den Südwestverbund als anderes Angebot gibt", sagt Käsgen. Eine sehr hohe Anzahl an mobilen Studierenden sei auch nicht absehbar. Das heißt: Es ist wohl nicht davon auszugehen, dass viele Studenten von Uni zu Uni fahren. Die Zahl bewege sich noch nicht in einem Bereich, die man gerne hätte, sagt Hodyas. Pro Uni sei die Teilnahme noch verhältnismäßig gering. Um diese Hürde zu überwinden, laufen laut UniGR-Referentin Planungen.
Momentan würden etwa Angebote im Bereich E-Learning angestrebt werden, sagt auch Käsgen. So könnten die Distanzen auf andere Weise zurückgelegt und Kosten für die Studierenden eingespart werden. Laut Hodyas soll auch die Mobilität der Dozenten erhöht werden: Das bedeutet, die Dozenten der sechs Partnerunis kommen dann zu den Studierenden.